Dann geht er ja zur Konkurrenz… ACHTUNG! Eilmeldung! Exklusiv ein Geheimnis

Gepostet am 10. Juni 2014 in Blog, Mehrwert, Meine Meinung, on Tour

Dann geht er ja zur Konkurrenz… ACHTUNG! Eilmeldung! Exklusiv ein Geheimnis

Fachkräftemangel hausgemacht – laut Nationalem Bildungsbericht bilden viele Betriebe in Kernberufen seit Jahren zu wenig aus. Ist irgendjemand überrascht? Nein. Leider nein. 17 Prozent der 30- bis 34-jährigen Frauen und Männer in Deutschland haben keinen Berufsabschluss. Seit 1999 haben eine Million Schüler die Schule ohne Abschluss abgebrochen. 

Fachkräftemangel jammern ist opportun. Dabei sieht keiner die massenhafte Verschwendung von Bewerbern, an der sich ALLE Unternehmen tagtäglich beteiligen – durch Absagen. Die Mehrzahl GUTER Bewerber bekommt Absagen.

Sinnvoll? Nein. Wirtschaftlich? Nein. Gewohnheit? Ja!

Fast ALLE, die sich bereits im Bewerbungsverfahren qualifiziert haben, bekommen Absagen. Alle Bewerber in der engeren Wahl – außer eine Personen. Für Silber- und Bronze-Kandidaten gibt es Absagen statt Medaillen. Gold oder gar nichts.

Weg. Weg. weg.

Dabei könnte ein Drittel aller Unternehmen zwei Drittel der Betriebe mit Top-Kandidaten versorgen. Eine Empfehlung im Unternehmensnetzwerk ist die EINFACHE Lösung. Datenschutzrechtlich korrekt.

„Aber dann geht der Bewerber ja zu Konkurrenz.“, ist der meistgenannte Einwand gegen Recruiting in Kooperation.

Ein IHK-Präsidenten, selbst erfolgreicher Unternehmer, brüllte öffentlich: „Eher hake ich mir die Hände ab als dass ich Bewerber empfehle.“ Nachzulesen in „Mythos Fachkräftemangel“ Seite 181. Diese Einstellung bringt auf den Punkt, was Unternehmer und Personalverantwortliche denken.

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„Gaedt teilt gern und großzügig aus. Provozieren, um Debatten anzustoßen, lautet das Motto.“

Gepostet am 3. Juni 2014 in Blog, Hintergrundgeschichten, Meine Meinung, on Tour, Resonanz

„Gaedt teilt gern und großzügig aus. Provozieren, um Debatten anzustoßen, lautet das Motto.“

Ein Kapitel in meinem Buch Mythos Fachkräftemangel heißt „Agentur für Arbeitslosigkeit“. Im März, direkt nach Erscheinen meines Buches, lud mich die mutigste Agentur für Arbeit nach Kiel ein, damit ich beim „Business Talk“ am 19.05.2014 den Mythos Fachkräftemangel zur Diskussion stelle. Nichts lieber als das. Die Vorbereitungen der Agentur in Kiel waren extrem professionell, Absprachen klappten hervorragend. Die Raumgestaltung vor Ort war liebevoll, die Atmosphäre offen und herzlich.

Wären alle Angebote dieses großen unflexiblen Kolosses mit 108.000 Mitarbeitern so gut, wertschätzend und professionell wie dieser Abend in Kiel, dann würden alle die Agentur für Arbeit in höchsten Tönen loben. Das halte ich für ein erstrebenswertes Ziel, auch wenn es noch ein weiter Weg dahin ist.

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Können Recruiter rechnen? Die Jahrhundertflut mit Floskel Falle

Gepostet am 1. Juni 2014 in Blog, Meine Meinung, on Tour, Resonanz

Können Recruiter rechnen? Die Jahrhundertflut mit Floskel Falle

Es gibt inflationäre 1.583 Stellenbörsen, aber nur noch eine Minderheit der Jobsuchenden liest Stellenanzeigen. Wussten Sie das? Interessiert Sie das? Ignorieren Sie das?

Immer mehr Stellenbörsen, immer weniger Jobsuchende auf Stellenbörsen = weniger Bewerbungen. Logisch, oder?

Schülern und Auszubildenden wird häufig vorgeworfen, sie könnten nicht mehr rechnen. Aber können Sie rechnen? Auf eine Stellenanzeige müssen weniger Bewerbungen kommen. Müssen. Das ist einfachste Mathematik.

Die Argumente „weniger Bewerbungen“ und „es dauert länger, Stellen zu besetzen“ dienen den Verfechtern des Fachkräftemangels als Beweis für dessen Existenz. Dabei ist „Fachkräftemangel“ eine institutionalisierte und medial verbreitete Ausrede für faule Säcke. Dazu passt auch, dass einfach weiter sinnlos Stellenanzeigen geschaltet werden und erwartet wird, dass alles so weiter läuft wie vor 5 oder 10 Jahren.

Ingo Steinhaus schreibt auf ITMittelstand: „Manchmal boykottieren sich Unternehmen selbst, zum Beispiel mit einer Stellenanzeige.“ Auf ZEIT ONLINE führt André Schmidt-Carré zu Stellenanzeigen aus: „Oft sehr beliebig formuliert, scheinen sie vor allem eines zu wollen: bloß nicht auffallen.“ Und er zitiert mich: „Eine Menge Stellenanzeigen sind nicht nur total langweilig, sondern auch total austauschbar“ „Oft kann ein Bewerber aus den Formulierungen nicht einmal die Branche des Inserierenden erraten, geschweige denn, dass er ein Gefühl für die Firmenkultur bekäme.“ „Wer soll sich von solchen Floskeln angesprochen fühlen?“ Der Artikel trägt den passenden Titel „Die Floskel Falle“.

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