44 Fragen von Leserinnen und Lesern. Wer fragt, erlebt immer Überraschungen

Gepostet am 13. Juli 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Meine Meinung, Resonanz

44 Fragen von Leserinnen und Lesern. Wer fragt, erlebt immer Überraschungen

Seit der Veröffentlichung von MYTHOS Fachkräftemangel stelle ich in jedem Vortrag 44 Fragen ans Recruiting. Eine Frage lautet „Wissen Sie wer sich NICHT bei Ihnen bewirbt?“ Betriebe können laut jammern, dass sie zu wenig Bewerbungen bekommen. Nützt nur nichts. Mehrere Millionen Menschen sind permanent auf der Suche nach einem Job und bewerben sich in deutschen Unternehmen. Warum kommen 99,9% der Kandidaten nie zu Ihrem Unternehmen? Fragen, vertiefen, ergründen, lösen. Dann weiß man, was man ändern muss. Warum verschicken 253 Unternehmen zusammen 513.299 Absagen, um 7.701 Stellen zu besetzen? Lässt sich dieser ökonomische und menschliche Wahnsinn beenden? Bringt Ihnen das gute Kandidaten?

Im neuen Buch ROCK YOUR IDEA heißt das erste Kapitel „Die unbequeme Gier“.  Ich zeige, wie eine einzige Frage zu der Erkenntnis führt, dass wir im friedlichsten Jahrzehnt aller Zeiten leben – trotz schlimmer Kriege und Terroranschläge. Wer fragt, erlebt immer Überraschungen. Jedes Thema ist anders, wenn man sich vertieft. Ein Leser schrieb mir:  „Geiler Schreibstil, tolle Denkanstöße und eine emotionale Tiefe, die man beim Buchtitel gar nicht vermutet.“ Im ganzen Buch stelle ich über 1.000 Fragen.

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Auch die Ideen-Gewinnung, das Mixen, der Schliff und die Umsetzung leben von Fragen. „Gute Ideen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie auch umgesetzt werden.“ Exakt. Der Ideen-Parcours in ROCK YOUR IDEA besteht zur Hälfte aus der Umsetzung. „Das Tolle an diesem Buch ist, dass es von einem Praktiker geschrieben wurde… macht das Buch ehrlich, glaubwürdig und wertvoll.“ Fragen sind der Start und hören nie auf. Immer gibt es neue 44 Fragen.

Jana Tepe von Tandemploy schreibt über ROCK YOUR IDEA: „Besonders gut gefällt mir die Aussage „Alles geht anders“. Denn ja, warum eigentlich nicht? Der Autor regt dazu an, an jeder Ampel, in jedem Stau, in jedem Wartezimmer, zu jeder erdenklichen Gelegenheit Fragen zu stellen: 44 am Stück.“ Und Jana Tepe macht es einfach. Sie stellt 44 Fragen zur Arbeitswelt – zum Beispiel: „Wenn alles immer flexibler wird – wo finden wir dann Halt? Wann haben Sie zuletzt von Ihrem Job geschwärmt? Wenn Arbeitszeit gleich Lebenszeit ist, was bedeutet das für unsere Berufswahl?“

Capital.de nimmt 13 Fragen aus ROCK YOUR IDEA auf: „Was wäre, wenn sich Studenten kein Fach, sondern eine Mission auswählen würden? Macht Harmonie dumm?“ Capital.de führt aus: „Um kreativ sein zu können, muss der Kopf von altem Denken befreit werden. Man müsse nur regelmäßig üben – fast wie Vokabeln lernen oder Kopfsprung machen. Mit diesen Fragen machen Sie den Kopf frei für die nächste geniale Idee.“

Meinen Artikel „Fragst du schon oder weißt du noch“ greift Pirmin Stadler auf. Er „denkt nach, lernt und lehrt über Schule und Digitalisierung.“ Er stellt 44 Fragen und trainiert seine Fragenfitness: „Was kann man nicht lernen? Geht es in der Schule tatsächlich ums Lernen? Wenn nein, um was geht es dann? Warum ist vieles in der Schule noch gleich wie zu meiner eigenen Schulzeit? Was bereitet man Kinder auf eine Welt vor, die sich immer schneller verändert?“

Frau Kreis ist „inspiriert durch Pirmin Stadlers 44 sehr sinnvolle Fragen an Schule, Lehren und Lernen“ und stellt ihre 44 „Fragen an das Leben. Wild, ungeordnet, subjektiv„: „Was ist schlimm daran, wenn Schülerinnen und Schüler manchmal mehr wissen als ihre LehrerInnen? Was würde sich ändern, wenn alle Kopierer über Nacht ihren Dienst aufgäben? Warum denken LehrerInnen so selten laut?“

Laut denken. Fragen. Nicht wissen. Gemeinsam Neues entdecken und herausfinden. So kommt Neues in die Welt. Sind wir stattdessen eine Gesellschaft der BesserwisserWo lernen wir, gekonnt Fragen zu stellen? Wer übt, das Bestehende professionell in Frage zu stellen? Wer stellt täglich 400 Fragen – so wie vierjährige Mädchen? Was bringen Meckern und Jammern? Wer übt, konstruktive, unsinnige und absurde Fragen zu stellen? Warum absurd? Führen Jammern oder absurde Fragen zur Veränderung? Sind Sie für Stillstand? Dann stellen Sie einfach keine Fragen. Ohne Fragen erstarren Menschen in ihrer eingeschränkten Weltsicht und Meinung. Alles passt zusammen. Nichts stört. Erscheint Ihnen das zu langweilig? Dann werden Sie Fragen-Aktivistin und Fragen-Aktivist!

Stellen Sie Ihre 44 Fragen und schicken Sie mir den Link zu Ihrem Blog, den Tweets oder ein Foto vom Graffiti der 44 Fragen.