Was Sie J E T Z T tun, verändert die Welt. #AllesGehtAnders #AlleHabenTrainiert

Gepostet am 29. August 2016 in 44Fragen, Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen

Was Sie  J E T Z T  tun, verändert die Welt. #AllesGehtAnders #AlleHabenTrainiert

Kürzlich schrieb ich über ZEIT. Zuwendung. Ungeteilte Aufmerksamkeit für junge Menschen. All das gilt für Ideen. Sie brauchen persönliche Zuwendung, um zu reifen. Zeit. Und Aufmerksamkeit. Die Verantwortung für die Charakterbildung Ihrer Ideen liegt bei Ihnen. Das geht nicht nebenbei. Ideen brauchen Ihr wertvollstes Gut: Zeit. Und es geht nicht im Kopf. Eine Idee reift am meisten beim Tun, umsetzen, ausprobieren. Menschen reagieren immer anders als man denkt. Deshalb ist eine schnelle Umsetzung mit Feedback von Nutzern Gold wert. Erster Schritt. Prototyp. Versuch. Schritt. Umsetzungs-Drehbuch. Schritt. Neue Zutaten. Schritt. Schliff. Schritt. Mehrwert. Schritt. Beitrag in der Tagesschau. Geschafft. Ist dann endlich Schluss? Nein. Dann geht es erst richtig los. Es liegt an Ihnen, Ihre Ideen immer neu herauszufordern und weiter zu schleifen. Pilotprojekte. Kunden einbeziehen. Mund halten und zuhören! Bis sie gereift ist, die Idee. Das geht nicht in Ihrem Kopf, sondern im Erleben der Wirkung.

Es liegt auch an Ihnen, sich Menschen zu suchen, die Ihnen zuhören, und von denen Sie lernen. Auf meinem Ideen-Parcours haben mir viele Mentoren Zeit geschenkt. Täglich kontaktiere ich fremde Menschen auf XING, LinkedIn, Twitter und bitte sie um ihre Meinung zu meinen Ideen. Es geht immer darum, überhaupt anzufangen. Es gibt keinen Erfolg über Nacht. Alle haben trainiert ohne Ende. Start so small that you can easily knock over the first domino. What’s the One Thing I can do such that by doing it, everything else will be easier or unnecessary?“ Egal welche erfolgreiche Person Sie sich näher ansehen, Sie finden immer ausgeprägte Spuren mühevoller erster Jahre. Üben. Machen. Ausprobieren. Neu Starten. Nie Aufgeben- Über Jahre und Jahrzehnte.

„Wenn das Leben unbequem wird und es anfängt wehzutun, brauchen Sie eine echte tiefe Überzeugung, einen inneren Auftrag, der Sie davon abhält, zu türmen“, schreibt Klaus-Dieter John im Bestseller Ich habe Gott gesehen: Diospi Suyana – Hospital der Hoffnung. Diospi Suyana liegt in den Anden Perus. Dort steht ein Hightech-Krankenhaus. 200 Mitarbeiter stellen sich mit den modernsten technischen Geräten in den Dienst der armen Quechua-Bevölkerung. Auslöser war eine Frage: Was wäre, wenn die ärmsten Peruaner die beste medizinische Versorgung erhalten?

Alle sagten: Ihr seid wahnsinnig geworden! Familie John aus Deutschland hätte ein entspanntes Leben führen können. Dazu hätten sie allerdings die Frage überhören, vergessen oder bewusst ablehnen müssen. Doch die Frage bohrte sich immer tiefer in ihr Herz und ließ sie nicht mehr los. Sie haben sich nicht gedrückt und sind vor der Verantwortung nicht getürmt. Schritt für Schritt haben sie etwas Revolutionäres aufgebaut. Die modernste Klinik Perus. Aber nicht für die reiche Elite, sondern für die Ärmsten der Armen, die Quechua. Familie John fing mit nichts an außer dieser Frage. Sie erlebten ein GROSSES Abenteuer mit unfassbaren Risiken und Herausforderungen. Jede Herausforderung wurde gelöst. In dem Moment der Herausforderung. Nicht vorher. Das macht ideenfit. Spontan auf Unerwartetes reagieren zu müssen. Kreativität wird in jedem Schritt gefordert. Schritt für Schritt. Idee für Idee. Moment für Moment. Jetzt für Jetzt.

„Wir wollen einen Standard schaffen, ein digitales Bologna. Diesen Standard kann dann die ganze Welt übernehmen.“, so starteten Markus Kreßler und Vincent Zimmer. Sie eines der größten Probleme der Gegenwart lösen. Aus jedem Risiko kommen Ideenabenteurer anders und ideenfitter heraus als sie hineingegangen sind. 2007 sind wir mit Younect naiv in den Arbeitsmarkt gestartet. Wir hatten viel Ahnung von Berufswahl, Entscheidung, Kompetenztests und dem Prozess der Berufsorientierung. Doch der Arbeitsmarkt hat sich uns erst nach und nach erschlossen, denn er ist völlig anders als es öffentlich den Anschein hat. Er ist zum Beispiel in jeder Stadt, jedem Landkreis und in jeder Branche anders. Daraus ergeben sich Tausende unterschiedliche Arbeitsmärkte, alle sind anders. Wir haben jahrelang täglich 44 neue Fragen gestellt und die Ungereimtheiten und Massenverschwendung im Jobmarkt mit großen naiven Augen bestaunt. Schritt für Schritt reifte meine neue Sichtweise.

Bevorzugen Sie den Lift? Oder gehen Sie selbst Schritt für Schritt? Ich bin selbst den Berg hochgekraxelt. Ich packte zu, als meine unbequeme Meinung zum Mythos Fachkräftemangelgefragt war. Niemals hätte ich damit gerechnet, ein Arbeitsmarktexperte zu werden. Und „plötzlich“ hatte ich ein unterhaltsames Sachbuch mit 238 Seiten zum Arbeitsmarkt gefüllt. Wer offen durchs Leben geht, kann immer wieder Überraschungen erleben. Immer anders als erwartet. Das erfordert Mut. Schritt für Schritt zu wachsen ohne zu wissen, was kommt. Der Schliff an Ihrer Idee ist immer auch ein Schliff an Ihnen. Gehen Sie weiter, wächst noch mehr Mut. Ideen in die Welt zu bringen, ist unbequem und anstrengend wie Bergsteigen. Aber diese körperliche und mentale Anstrengung am Ideenberg hat gar nichts zu tun mit dem Phänomen wachsender Überlastung und Burnout im Beruf. Im Gegenteil. Millionen Menschen rennen Marathon, geben alles, und haben keinen Burnout, sondern freuen sich auf den nächsten Marathon. Ich freue mich schon auf die fünfte Wanderung im Grand Canyon. Ideenberge sind hart, aber selbstgesteckte Ziele motivieren und setzen Kräfte frei.

Ohne Anstrengung, ohne sich voll reinzuhängen, ohne alles zu geben, gibt es keine Ideenfitness. Das können Sie trainieren. Ich bin für Anstrengung und für Leidenschaft. Beides hat gar nichts zu tun mit strengen Regeln wie festen Arbeitszeiten oder überholten Definitionen wie Vollzeit und Teilzeit. „Vollzeit“ ist missverstandene Anstrengung. Ich bin Fan von tandemploy.com. Die Jobsharing-Plattform bringt Firmen und Bewerber zusammen mit einer Idee: Zwei Menschen teilen sich eine Stelle. Sie arbeiten zusammen in Vollzeit. Sie gewinnen doppelte Kompetenz. Im Tandem wird aus 0,5 + 0,5 = 1,5. Zwei Menschen bringen immer mehr Fähigkeiten, mehr Erfahrung und auch mehr Flexibilität mit als ein Mitarbeiter. Im Tandem stecken beide voll in der Materie, sie bringen Vielfalt durch ihre fremden, unterschiedlichen Hintergründe und können sogar spontan für den anderen einspringen. Verlässt eine Hälfte des Tandems das Unternehmen, bleibt das Wissen im Unternehmen. Warum dachten Sie bisher, eine Person in Vollzeit wäre besser als zwei Kollegen im Vollzeit-Tandem?

Anna Kaiser, Gründerin der Jobsharing-Plattform Tandemploy, fordert heraus: „Am Anfang jeden Fortschritts steht die Vorstellungskraft. Man muss sich eine andere Welt vorstellen können, um nach ihr zu streben. Wir brauchen Zeit, um uns Dinge vorzustellen. Und wir brauchen Mut. Und Ideen und viele viele Menschen, die etwas unternehmen. Neue Unternehmer. Wir müssen unsere Gesellschaft mitgestalten und neu denken! Jeder von uns! Und das geht nur, wenn wir die Hürden in unseren Köpfen abbauen!“ Hürden abzubauen ist unbequem. Das geht an die Substanz. Wände einzureißen und neue Wege bringen Muskelkater. Deshalb nehmen viele Menschen den Lift und Rolltreppen. Sind Sie im Wandermodus? Gehen Sie den unbequemen Weg Schritt für Schritt?

Jana Tepe, auch Gründerin und die Tandem-Partnerin von Anna Kaiser, zitiert auf ihrem Blog zweiteilen.de den Straßenfeger Beppo aus Michael Endes Buch Momo: „Beppo tut seine Arbeit Schritt für Schritt. Man darf nie an die ganze Straße denken. Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich.“ Der Bright Angels Trail im Grand Canyon ist so schmal und im steilen Felsen versteckt, dass man von unten nicht sieht, wo man später laufen wird. Zu sehen sind immer nur die nächsten 300 Meter. Serpentine um Serpentine. Hundertmal hofft man, dass nach der nächsten Kurve das Ziel in Sicht kommt. Und so vergehen Stunden. Doch eigentlich reicht es völlig, an den nächsten Schritt zu denken.

Wenn Sie beim Puzzeln immer auf das fertige Bild auf der Verpackung sehen und hoffen, es wäre schon fertig gepuzzelt, werden Sie nie fertig. Genauso können Sie eine Idee noch so oft in Ihrer Vorstellung betrachten. Die Idee wird nur Wirklichkeit, wenn Sie sie anpacken und TUN. Egal ob Ihr Ideen-Puzzle 500 oder 50.000 Teile hat, Sie müssen das Bild puzzeln. Sie nehmen ein Puzzleteil und ergänzen das Bild mit diesem Teil. Dann wird das nächste Puzzleteil eingesetzt. Und noch mal und noch mal. Das ist mühsam, aber so läuft puzzeln. Und so läuft auch Ideenentwicklung. Kein Zauber. Kein Hokuspokus. Schlichtes Ideenhandwerk. Unbequem, aufwendig und doch saugut, weil man neue Mehrwerte schafft. Aufgabe für Aufgabe. Es nützt nichts, wenn Sie den Mehrwert ständig vor Augen haben, aber nicht die Schritte zum Reifen und Schleifen unternehmen. Schauen Sie wie Beppo nicht auf die lange Straße, nicht auf die große Vision.

Ideenfitness braucht jeden einzelnen Schritt. Der erste Schritt ist der Wichtigste. Wenn Sie den ersten Schritt gegangen sind, dann ist der nächste Schritt der Wichtigste. Der wichtigste Schritt ist immer der Schritt, den Sie gerade gehen. Denn genau der Schritt bringt Sie zum Ziel, wenn Sie JETZT die Aufgabe lösen. JETZT sind Sie gefordert. Je mehr Schritte Sie JETZT konkret gehen, je mehr Puzzleteile Sie einfügen, desto eher erreichen Sie Ihr Ziel.

22_Schritt_JETZT_Pferd