Warum bekommen die meisten GUTEN Bewerber Absagen? Warum kooperieren nicht längst ALLE Betriebe? Wäre einfach & clever!

Gepostet am 15. Juni 2017 in 44Fragen, Blog, Mehrwert, Rock Your Recruiting

Warum bekommen die meisten GUTEN Bewerber Absagen? Warum kooperieren nicht längst ALLE Betriebe? Wäre einfach & clever!

Jedes Unternehmen ist hinter stabilen Mauern versteckt, damit Wind und Wetter draußen bleiben. Diese Fassaden, Mauern, Büro- und Fabrikgebäude haben ungewollt auch eine andere Wirkung: Sie machen Unternehmen unsichtbar mit allem, was sie Tolles leisten. […] Der Mensch ist ein Sinneswesen. Was er nicht wahrnimmt, bleibt versteckt und unsichtbar. Schlimmer noch: Das gibt es für ihn nicht.„, schreibe ich in Mythos Fachkräftemangel.

Unternehmen müssen sichtbar werden. Erlebbar. Relevant. Es gibt in Europa 23 Millionen Unternehmen. Warum sollte ein Mensch bei Ihnen arbeiten? Was zeichnet Sie aus? Wie finden Fachkräfte Ihr Unternehmen? Ein Volltreffer unter 2.500 Stellenbörsen mit Millionen Jobs in 3,6 Millionen deutschen Firmen, wirkt auf mich wie ein Hauptgewinn beim ‚Lotto 6 aus 49‘ mit knapp 14 Millionen Kombinationsmöglichkeiten.

Sinnlose Filter

Was suchen Sie wirklich? Welchen Nutzen hat es für Ihr Unternehmen, dass alle Kandidaten durch dieselben drei Filter gequetscht werden?

  1. Recherche in 2.500 Stellenbörsen mit der Lotto-Treffer-Quote
  2. Verfassen von Kurztexten und Diamant-Erkennung per Text
  3. live-Präsentation und Selbstdarstellung ohne Praxisbezug

Die meisten Kandidaten sind in den Disziplinen Recherchieren, Schreiben und Reden wesentlich ungeübter als in der Kernkompetenz, für die Sie Mitarbeiter eigentlich suchen. Warum werden alle Bewerber durch diese Filter gepresst? Umweg und Sackgasse! Sie werfen mehr Diamanten weg als Sie erkennen.

Professionell vernetzt?

Meine wichtigste Frage aus 44 Fragen ans Recruiting und zum Fachkräftemangel lautet: Warum bekommen die meisten guten Bewerber Absagen? Ein Handwerker in der Pfalz freute sich 2016 über 90 Bewerbungen von Elektrikern auf eine Stelle. Warum hören wir immer nur vom Mangel? Zwanzig Kandidaten waren so gut, dass er gerne alle Zwanzig eingestellt hätte. Aber er konnte nur eine Stelle finanzieren. Er sagte 19 Top-Elektrikern ab. 19 andere Handwerksbetriebe hätte er mit Top-Kandidaten versorgen können, wenn sie in der Fachkräftesicherung vernetzt gewesen wären. Welche Unternehmen so professionell vernetzt, dass sie datenschutzrechtlich korrekt 19 Bewerber empfehlen können?

Ab in den Müll

Jede Fachkraft, die eine Region verlässt, führt zu weniger Steuern, sinkender Wirtschaftskraft, weniger Investitionen und schlechterer Infrastruktur. Es wird gejammert! Warum nicht vernetzt? „Unterm Strich bekommt die Mehrzahl der gut qualifizierten Bewerber Absagen. Sehenden Auges werden die besten Bewerber für die Region und Branche verschwendet.“ Der Kampf um Fachkräfte wird in der Region gewonnen und verloren. Wie viele Absagen produzieren 3,6 Millionen deutsche Unternehmen? Um 7.700 Stellen zu besetzen, verschicken 253 Firmen 513.300 Absagen. Darunter sind Tausende qualifizierte Fachkräfte. Qualifizierte Bewerbungen landen im Müll.

MartinGaedt23

Während es im Sport Gold, Silber und Bronze gibt, bekommt nur ein Bewerber Gold, alle anderen Absagen. Wie wäre es, diese Regel zu brechen? Was wäre, wenn alle guten Kandidaten einen Job oder eine Empfehlungen bekämen! Eine Empfehlung in der Region und der Branche, für die sich die Fachkräfte bereits beworben hatten. Warum wird im Einkauf kooperiert und in der Personalgewinnung nicht? Ein Drittel aller Unternehmen könnte zwei Drittel der Betriebe mit Top-Bewerbern versorgen. In Ihrer Stadt und Region. Klingt einfach. Ist einfach. Und clever.

Qualität im Netzwerk

2012 gewann die Software cleverheads.eu den Preis „Land der Ideen“ für Fachkräftesicherung in regionaler Kooperation. Einfach und datenschutzrechtlich korrekt. Unternehmen laden Kandidaten ein. Die Kandidaten entscheiden selbst, ob sie ihren Lebenslauf hochladen. Über 70 Prozent der empfohlenen Kandidaten nehmen die Einladung an. Im regionalen Talentpool werden sie anderen Unternehmen mit persönlicher Empfehlung präsentiert. Andere spannende Unternehmen derselben Region können nun dem Bewerber ein Angebot machen. Das spart allen Beteiligten Zeit und Geld, und die Bewerberqualität steigt im ganzen Netzwerk. Ein 2012 erfolgreich vermittelter Kandidat beschreibt seine Erfahrung so: „Da das Team mit meiner Arbeit im Praktikum zufrieden war, mir aber keine feste Stelle anbieten konnte, wurde ich zu cleverheads eingeladen. Zwei Tage später hatte ich ein Vorstellungsgespräch und sechs Wochen später begann mein Job in dem neuen Unternehmen.“

GUTES IMAGE

Sind Sie bereit, anderen Betrieben Bewerber in Kooperation zu empfehlen? Warum machen das nicht längst alle Unternehmen? „Dann geht er ja zur Konkurrenz“, ist der meist genannte Einwand. Ein IHK-Präsident in Hessen brüllte: „Eher hacke ich mir die Hände ab als dass ich Bewerber empfehle.“ Nur zur Erinnerung: Den Kandidaten wurde gerade abgesagt. Man verliert nichts, im Gegenteil: Mit der Empfehlung gewinnen Firmen sogar noch gutes Image. Die Empfehlung spricht sich herum. Gerade Betriebe, die professionelles Personalmarketing machen, ziehen immer mehr gute Kandidaten an. Sie investieren viel Geld – und dann schicken sie die meisten Top-Kandidaten weg. Das spricht sich herum. Ein Teufelskreislauf, den Unternehmen alleine nicht auflösen können, das geht nur in Kooperation. Solange die Silber- und Bronze-Kandidaten vom Hof gejagt werden, gibt es keinen Fachkräftemangel.

Meine Vision

Werden Kandidaten hingegen empfohlen, spricht sich das auch herum – und zwar positiv. Trotz Absagen gewinnen Firmen dankbare Menschen und neue Fans. Wer ist dazu bereit? Empfehlung ist der Dreh- und Angelpunkt von cleverheads in Niederbayern, Oberfranken, Nordhessen, Berlin, Thüringen, Nordwest. Das wertet das Arbeitgeber-Image auf und Fachkräfte bleiben in der Region.

Meine Vision: Jeder gute Kandidat bekommt einen Arbeitsvertrag oder eine Empfehlung. Macht Ihre Region mit?

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