Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Gepostet am 21. September 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen

Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Ideen sind bunt

und unbekannt.

Im  D u n k e l n.

Frisch entdeckt

ist neu gemixt.

Anders. Fremd.

Immer jenseits.

Auf der anderen

Seite der Grenze.

Um Grenzen zu

brechen, muss

ich erst mal an

Grenzen stoßen!

Kreativ = Grenzen

brechen M U T I G

Neues entdecken

Neue Wege gehen,

wo noch niemand

zuvor gewesen ist.

Grenze

Grenzen sind frustrierende Orte. Da geht es nicht weiter.

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Vorstellungskraft gesprengt. Wie im Kalten Krieg aus ‚Kommst du uns besuchen?‘ Ost-West-Partys wurden

Gepostet am 15. September 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Meine Meinung

Vorstellungskraft gesprengt. Wie im Kalten Krieg aus ‚Kommst du uns besuchen?‘ Ost-West-Partys wurden

Lassen Sie sich nie wieder Zeit und Mut stehlen von Menschen, die ‚geht nicht‘ sagen. Das sind zwei unsinnige Worte!

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ALLES, was Sie alltäglich nutzen, war mal eine Idee. Warum sollte Ihre Idee nicht machbar sein?

GROSSE Karriere im 5. Anlauf

Die einzige relevante Frage: Wollen Sie Ihre Idee umsetzen? Was investieren Sie an Lebenszeit, Kontakten, Mut und DurchhalteVermögen? Machen Sie auch noch den fünften Versuch wie Herbert Grönemeyer? Seine GROSSE Karriere startete mit vier erfolglosen Alben, und zwar soooo mega-erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH den Vertrag kündigte. Doch Grönemeyer blieb dran. Hand aufs Herz: Hätte Ihre Energie und Ihr DurchhalteVermögen dafür gereicht? Mit dem 5. Album ‚Bochum‘ kam der Erfolg – scheinbar über Nacht. Grönemeyers 6. Album ‚Ö‘ stand 14 Wochen auf Platz 1 der Album-Charts und hielt 22 Jahre lang den Rekord als erfolgreichstes deutsches Album. Grönemeyer ging jahrelang ins Risiko und gab nicht auf. Vor jedem Erfolg steht nicht nur der Mut zu scheitern, sondern tatsächlich das Scheitern. Sind Sie bereit zu fünf Anläufen? Wie mutig gehen Sie in die Dunkelheit des Unbekannten? Drei, vier oder fünf Anläufe? Wie viel Dunkelheit ertragen Sie?

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Kieselstein oder Diamant

Noch mal: ‚Geht nicht‘ ist sinnentleerter Schwachsinn. Menschen, die ‚geht nicht‘ sagen, verwenden selbstverständlich alles, was zuvor eine Idee war, also alles, was uns umgibt: Bücher, Textmarker, Stühle, Kaffeemaschinen, Smartphones, Autos. Alles Ex-Ideen, für die andere gegen ‚geht nicht‘ gekämpft haben. Verschwenden Sie keine Energie mit Energie-Dieben, die an Ihren Ideen zweifeln.

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Expertise vs. NeuGier. Analyse + Offenheit. Der Mix macht’s

Gepostet am 14. September 2016 in 44Fragen, Blog, Meine Meinung

Expertise vs. NeuGier. Analyse + Offenheit. Der Mix macht’s
  • Neu = nicht wissen, fragen, absurd, unsicher.
  • Experte = wissen, sagen, standfest, sicher.

Ja, ich weiß, das ist bewusst schwarz-weiß überzeichnet. Expertise ist Wissen von gestern und Kompetenz bringt Stillstand, das behaupte ich in meinem letzten Artikel über Experten. Es gab viel Zustimmung und auch Widerspruch. Zum Glück 🙂

Irrweg Abschluss

Hand aufs Herz: Lassen Sie sich gerne kritisieren? Wie viel Wissen hinterfragen wir? Schaffen wir Platz für Neues? Die ZEIT titelte am 05.09.2016: „Ausgelernt gibt es nicht. Betriebliches Lernen muss sich verändern. Teams sollten permanent Neues dazulernen.“ Julia Dellnitz fordert: „Lernendes Arbeiten braucht ein gutes Umfeld. Eine Atmosphäre, in der Neugierde, Experimentierfreude und auch gute Laune ausdrücklich willkommen sind.“ Noch mal Hand aufs Herz: Praktizieren Sie in Ihrer Firma bereits lernendes Arbeiten? Widerspricht das nicht unserer Qualifikation? Wir haben bereits einen Abschluss! Oder ist ‚Abschluss‘ etwa ein begrifflicher Fehler und Irrweg?

Sehnsucht nach Ordnung

Statt permanent Neues zu lernen, tendieren wir Menschen alle dazu, uns gemütlich einzurichten und feste Standpunkte zu beziehen. Kein Wert steigt stärker im Laufe des Lebens als der Wunsch nach Ordnung und Tradition. Je älter, desto wichtiger wird Ordnung, stellt Tatjana Schnell in „Psychologie der Lebenssinne“ fest. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt der Volksmund. Wer wollte auch ständig Sand im Getriebe und permanent alles hinterfragen? Niemand.

inkompetent kreativ

Herbert Ernst Lechner schrieb gestern in seinem Kommentar: „Ihr Trugschluss: Experten sitzen in den Entscheidungsgremien ergo sind die Experten die Innovationsverhinderer. Zweiter Trugschluss: Man muss inkompetent sein, um kreativ zu sein. Im Gegenteil: Konstruktive Kreativität setzt Kompetenz voraus. Fachlich mäßig kompetente Entscheider blockieren gerade die Ideen der Experten.“ Danke, da ist viel dran, doch es ist auch schwarz-weiß :-).

Viele bahnbrechende Ideen kommen von Experten, andere von Außenseitern. Der 15jährige „Jack Andraka hat eine neue Methode zur Krebsfrüherkennung erfunden: 26.000 Mal günstiger, 90 Prozent zuverlässiger und 168 Mal schneller als jedes andere Verfahren. Rund 200 Absagen bekam er“ von Experten. Erst der 201. Professor ließ den Jungen seine Idee im Labor testen. 200 Experten hatten sich getäuscht.

Wissen + Fragen

Experten

wissen

viel von

gestern.

Fragen

öffnen

Zukunft.

Wissen

P L U S

Fragen

schafft

Neues.

Ja, wir brauchen Experten, die viel wissen UND dabei offen bleiben für Fragen und Infragestellung. Wir brauchen Experten, die Abstand haben zu ihrer Expertise und sich selbst nicht zu wichtig nehmen – so wie der 201. Professor, der einem 15jährigen Laien Vertrauen schenkt. Es gibt offene Experten und arrogante Experten – so wie es auch geizige Reiche und großzügige Reiche gibt. Offene Experten wären optimal gerüstet für Innovation: Wissen + Neugier + den Willen zu wachsen.

Als Spinner verrufen

Trotzdem bleibt ein innerer Zusammenhang zwischen Expertise und Stillstand. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass es sinnvoll ist, dass 253 Firmen zusammen 513.299 Absagen an Bewerber verschicken, um 7.701 Stellen zu besetzen. Das ist ökonomischer und menschlicher Wahnsinn. Aber das stellen nicht die gelernten Arbeitsmarkt-Experten mit BWL-Abschluss infrage, sondern ich. Die Gefahr, auf Standpunkten stehen zu bleiben, ist existent. Das hemmt Entwicklung und Wachstum. Warum habe ich als Außenseiter die Debatte zum „Mythos Fachkräftemangel“ angeheizt? Die Experten konnten oder wollten es nicht.

Die Erde – eine Scheibe. Nur wenige Experten trauten sich zu spinnen und scheinbar absurde Fragen zur Form der Erste zu stellen. Wer will schon als ‚Spinner‘ verrufen sein? Sie nicht. Ich nicht. Albert Einstein wurde von Physikern mitgeteilt, dass seine Forschung „more artistic than actual Physics“ sei, eher musisch-künstlerisch als physikalisch. Physiker stehen im Weg von Einsteins Erkenntnis. Mediziner stehen im Weg zu einer besseren Krebs-Früherkennung.

Zwei Pole

Expertise ist eine Versuchung, alles besser zu wissen. Dabei kann Expertise selbstverständlich die Grundlage zu permanenter Weiterentwicklung sein. Fundiertes Wissen + absurde Fragen – beides braucht man für tiefgreifende Ideen und Entwicklung. Spinnende Experten. A & O. Analyse & Offenheit. Himmelhochjauchzende Verrücktheit und glasklare Expertise. Nur zusammen geht`s weiter. Ich stimme Herbert Ernst Lechner zu: „Konstruktive Kreativität setzt Kompetenz voraus.“ Kreativität ‚O‘ braucht Kompetenz ‚A‘.

Ein beliebtes Beispiel in der Geschichte der Ideen ist Alexander Flemings Entdeckung des Penicillins. Sie basierte auf einem biochemischen Unfall. Unerwartet waren alle Bakterien abgestorben. Reif für den Müll. Doch Fleming war neugierig und betrachtete das misslungene Experiment unterm Mikroskop. Er fragte sich, warum alle Bakterien tot waren. So kam er scheinbar zufällig auf die hemmende Wirkung des Bakterienwachstums und entdeckte das Antibiotikum.

Achtung! Achtung! 

Hier endet die Erzählung meistens, und es klingt so, als ob jeder aufmerksame Forscher an Flemings Stelle diese Entdeckung auch hätte machen können. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Flemings Leistung war nicht nur das Untersuchen des misslungenen Experiments, sondern auch seine jahrelange, gezielte Forschung. Er suchte bereit 20 Jahre nach antibakteriellen Wirkstoffen. Bei Fleming traf die Kreativität, das misslungene Experiment zu untersuchen, auf die Kompetenz seiner 20 Jahre Forschung.

Fleming hatte seine Ideenfitness trainiert und täglich 44 Fragen gestellt. 44 mal 365 Tage mal 20 Jahre: Das sind 321.200 Fragen bis zur Entdeckung des Antibiotikums. Es dauerte weitere 10 Jahre, bis Penicillin als Medikament auf den Markt kam. 30 Jahre Forschung! Welche Fragen stellen Sie? Was bewegt Sie so sehr, dass Sie 321.200 Fragen stellen? Welcher Frust lässt Sie verzweifelt nach besseren Lösungen suchen?

Ideen rocken

Ideen brauchen himmelhochjauchzende, offene Begeisterung ‚O‘ gepaart mit glasklarer Analyse ‚A‘. Weites Spinnen ‚O‘ + direkte Kritik ‚A‘. Kein Entweder-oder, sondern ein Zusammenspiel. Expertise ‚A‘ und Neugier ‚O‘. Es ist ein permanenter Prozess, ein schwingendes Pendel vom A zum O zum A zum O. Diese schaukelnde Energie bildet den roten Faden durch mein Buch ROCK YOUR IDEA. Die A-Schritte analysieren, fokussieren und setzen um. O-Schritte schaffen Freiräume für Spinner. Ich wünschen uns mehr Experten, die ihr Wissen nutzen, um Grenzen einzureißen.

Denken Sie um Ecken. Lachen Sie. Wundern Sie sich. Wenn Ihre Expertise Sie dazu ermuntert, mehr Fragen zu stellen, dann bin ich gespannt auf Ihre Ideen!

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Blogparade #RockYourIdea. #44Fragen an Ideen-Rocker, Macherinnen und Macher #AllesGehtAnders

Gepostet am 13. September 2016 in 44Fragen, Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Interview

Blogparade #RockYourIdea. #44Fragen an Ideen-Rocker, Macherinnen und Macher #AllesGehtAnders

„Die Entfernung zwischen Traum und Realität nennt man Aktivität“, sagt Hermann Scherer. Ein einziges Wort: Aktivität. So einfach? Vielleicht gerade deshalb so schwer? Vision klingt so angenehm weit weg. Ist eh unerreichbar. Aber in Gedanken schön! Aktivität klingt nach anpacken, aufstehen, aktivieren und nach Anstrengung. Muss das sein? Wenn Sie Ihre Vision erreichen wollen, ja. Wenn Sie Ihre Idee umsetzen wollen, ja. Ein einziges Wort: Wollen.

Wollen Sie Ihre Vision zum Leben erwecken? Dann werden Sie aktiv. Anders geht es nicht. Niemand sucht für Sie Ideen. Niemand findet für Sie Ideen. Und erst recht setzt niemand Ideen für Sie um. Wollen Sie Aktivität? Sagen Sie jetzt Nein, ist das völlig in Ordnung. Niemand zwingt Sie. Niemand merkt es… außer Ihnen.

Um der Vision näher zu kommen, planen Sie große Schritte oder viele kleine Schritte. Wie es zu Ihnen passt! Eine Vision wird machbar, wenn Sie Ziel für Ziel definieren, Stufe um Stufe gehen und Aktivität für Aktivität umsetzen.

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Mit jeder Stufe sind Sie dem Gipfel näher, mit jedem erreichten Ziel haben Sie ein Erfolgserlebnis. Deshalb können viele kleine Ziele Ihre Motivation stärken. Das klingt alles banal. Und das ist es auch. Es gibt keinen Zaubertrank.

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In der Blogparade #44Fragen stelle ich Fragen in den Mittelpunkt. Menschen trainieren ihre FragenFitness.

In dieser Blogparade #RockYourIdea stehen die Antworten im Mittelpunkt von Menschen, die ihre Ideen umsetzen.

  1. David, 18 Jahre, der Macher von GOOD NEWS
  2. Eric, 22 Jahre, der Motor von POWER ON
  3. DU?

Schreibt mir, wenn ihr Lust habt, 44 Fragen zu eurer Idee, Umsetzung und Motivation beantworten.

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44 Fragen zur Vorbereitung einer Gala-Preisverleihung-Event-Moderation

Gepostet am 13. September 2016 in 44Fragen, Blog

44 Fragen zur Vorbereitung einer Gala-Preisverleihung-Event-Moderation

Mit 44 Fragen kann man jedes Thema vertiefen? Wer 44 Fragen stellt, weiß immer mehr, als alle, die eher klassisch 7-9 Fragen stellen. In nur 10 Minuten kommt fast jeder auf 20 bis 30 und teilweise tatsächlich auf über 40 Fragen. Wer mehr fragt, ist besser vorbereitet. Dazu auch meine BLOGPARADE #44Fragen.

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Die folgenden 44 Fragen stelle ich aus der Sicht eines externen Moderators. Nehmen wir an, eine Stiftung, Firma oder ein Verband engagiert Sie für ein Event, konkret eine Gala-Preisverleihung in einem noblen Hotel. Wie bereiten Sie die Moderation vor? Was wissen Sie über den Veranstalter und dessen Ziele?

Ich habe es schon erlebt, dass der Hauptfokus einer Gala auf den Fotos lag und vor allem viele Fotos aller Preisträger mit Juroren und Laudatoren geknipst wurden. Andere haben hunderte Nominierte, die alle genannt werden müssen. Wieder andere stellen fünf Preisträger ins Rampenlicht. Und wieder andere die eigenen Aktivitäten als Firma oder Stiftung. Alles legitim, der Moderator muss es nur wissen.

44 Fragen des Moderators an den Veranstalter:

  1. Wann war die Veranstaltung – rückblickend – für Sie ein Erfolg?
  2. Ziel des Veranstalters? Spezifisch. Messbar. Konkret.
  3. Welches Wort passt: Show? Provotainment? Infotainment? Entertainment? ….?
  4. Warum Preise für Journalisten?
  5. Deutschsprachig? Englischsprachig? Spanisch?
  6. Wie viele Gäste im Saal?
  7. Wer sind die Gäste? Kunden? Öffentlich beworben?
  8. Wer kommt auf die Bühne?
    1. Geschäftsleitung des Veranstalters?
    2. Juroren?
    3. Moderator?
    4. Preisträger?
    5. Wer noch?
  9. Wer redet auf der Bühne?
    1. Geschäftsleitung des Veranstalters?
    2. Juroren?
    3. Moderator?
    4. Preisträger?
    5. Wer noch?
  10. Wer übergibt die Preise?
  11. Wie viele Preise?
  12. Wie viele Preisträger/Teams?
  13. Wie viele Bewerber gab es für die Preise? Sind die Gewinner 1 von 3 oder 1 von 100?
  14. Gab es Bewerber oder hat der Veranstalter recherchiert und nominiert?
  15. Stehen Preisträger in Beziehung zum Veranstalter?
  16. Kommen Presse-/Medienvertreter?
  17. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger bei der Preisverleihung?
  18. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger und Juroren auf der Bühne?
  19. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger, Juroren und Geschäftsleitung des Veranstalters auf der Bühne?
  20. Wer muss am Anfang begrüßt werden?
  21. In welcher Reihenfolge? LISTE!
  22. Wer schreibt die Texte?
  23. Wer hält Laudatio? (Namen, Telefonnummer)
  24. Wie viele Male eine Laudatio?
  25. Wer macht die Regie? (Namen, Telefonnummer)
  26. Wer macht die Choreografie? (Namen, Telefonnummer)
  27. Wer gibt die Einsätze auf der Bühne? (Namen, Telefonnummer)
  28. Wer achtet auf den Zeitplan? (Namen, Telefonnummer)
  29. Größe der Bühne? Plan vom Saal?
  30. Wo stehen Pokale/Preise? Gibt es Preise?
  31. Musik? Welche? Wer wählt aus? Wer sorgt für die Musik?
  32. Stimmung festlich? Pompös? Sachlich?
  33. Farben? Auf der Bühne? Im Saal?
  34. Deko der Bühne? Blumen? Aufsteller? Bilder?
  35. Dresscode der Gäste?
  36. Wer recherchiert die Stories zu den Preisträgern?
  37. Gibt es Einspieler/Videos?
  38. Wenn Videos, zeitliche Länge?
  39. Wird der Veranstalter vorgestellt? Wie? Film?
  40. Fördert der Veranstalter die Preisträger auch nach der Preisverleihung?
  41. Was darf an dem Abend nicht schief gehen? No Gos?
  42. Wird die Veranstaltung wiederholt/ jährlich durchgeführt?
  43. Anliegen des Veranstalters? Entertainment? Provotainment? Skandal?
  44. Woran erkennt der Veranstalter, dass die Veranstaltung ein Erfolg war?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sich gezielt auf die Veranstaltung vorbereiten.

Wer das nicht weiß, hängt in der Luft. Wie viel muss das Moderator reden? Viel? Wenig? Ein Satz pro Überleitung? Oder etliche Male eine Laudatio?

VIEL ERFOLG für alle Beteiligten.

Welche Fragen stellt ihr vor Veranstaltungen?

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Good News. Interview mit einem Macher. #44Fragen an Eric Klausch #AllesGehtAnders

Gepostet am 13. September 2016 in 44Fragen, Blog, Ideen, Interview

Good News. Interview mit einem Macher. #44Fragen an Eric Klausch #AllesGehtAnders

Eric Klausch‚ Engagement hat mich verzaubert und tief berührt.

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Ich war kürzlich zu einem Gala-Abend auf einer Obstbaumwiese in Belitz, Mecklenburg zusammen mit ein paar hundert Menschen.

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Darunter 33 junge Engagierte von ‚Power On‘, deren Leben sich eine Woche lang um Kinder dreht. Den Kindern schenken sie ihre Zeit, Zuwendung und volle Aufmerksamkeit – in einer Region, in der es keine Kinder- und Jugendarbeit gibt. Zusammen zelten, kochen, spielen, Tanz-Choreografien, ein Musical, Bau eines Baumhauses und Wärmen am Lagerfeuer.

Baumhaus

Die Welt braucht mehr solche Oasen von Engagement und Liebe.

  1. Wie hast du den Galaabend auf der Obstbaumwiese in Belitz erlebt?
  • Es war für mich ein wunderbarer Augenblick. Wenn eine Idee, also ein Bild oder Video, dass es wochenlang nur in deinem Kopf gab Realität wird… Unglaublich! Es ist das Gefühl zu erfahren, dass man etwas verändern kann und man ist stolz. In diesem Fall war ich stolz auf meine Mitarbeiter, besonders Jani und Bora, die diesen Abend hauptsächlich geplant haben, aber auch auf alle anderen, die mit den Kindern diesen Abend gestaltet haben.
  1. Wer bist du?
  • Schwere Frage. Definitionen grenzen ein. Aber ich bin vielseitig interessiert und engagiert.
  1. Wo kommst du her?
  • Aus Mecklenburg, dem ruhmreichen Dorf Groß Bützin. Ein Dorf mit mehr Hühnern als Menschen und so klein, dass man es nicht mal bei Google findet 🙂
  1. Wie alt bist du?
  • 22
  1. Was bewegt dich?
  • Das Gedankenspiel in welcher Welt wir in 20 Jahren leben wollen.
  1. Dein schönstes Erlebnis?
  • Letztes Jahr Power On Camp. Wir haben beim Baden kräftig mit den Kindern getobt, dabei hat sich ein Junge das Trommelfell gerissen. Aber er konnte nach einem Tag Krankenhaus wieder zum Camp kommen und rannte mir strahlend entgegen und sprang mir in die Arme.
  1. Was machst du beruflich?
  • Ich studiere das Studium Individuale in Lüneburg. Da kann ich meine Fächer selbst wählen. Das macht natürlich viel mehr Spaß, als wenn mir jemand vorschreiben würde, was ich machen muss.
  1. Was machst du ehrenamtlich?
  • Ich leite das Power On Camp, bin Jugenddelegierter für die Vereinten Nationen und Mentor bei Jugend Hilft.
  1. Womit verbringst du am meisten Zeit?
  • E-Mails schreiben, mit Menschen reden, zuhören
  1. Was ist deine Idee, was machst du konkret?
  • Ich möchte, dass junge Menschen daran glauben, dass sie diese Welt verändern können und es dann auch tun.
  • Beim Camp leben wir den Kindern das vor und erzählen es ihnen in Andachten, durch Geschichten aus der Bibel, aber auch ganz persönliche Zeugnisse aus unseren Leben. Wir wollen authentische Vorbilder sein.
  • Als Jugenddelegierter verpacke ich es in Reden, in Workshops und Facebook Posts
  1. Gab es einen Auslöser, wie bist du darauf gekommen?
  • Es war ein Augenblick der Dankbarkeit. Ich wollte weitergeben was ich erhalten habe und ich wollte mich weiterentwickeln, weiterwachsen, etwas bewirken und in dieser Welt verändern.
  1. Was willst du mit deiner Idee erreichen?
  • Die Welt retten 🙂 Beim Power On sagen wir: 1. Kinder für das Leben begeistern, 2. Jugendliches Engagement stärken und 3. Ein Zeichen in der Region gegen Resignation und Rassismus setzen.
  1. Engagieren sich deine Freunde auch oder halten sie dich für verrückt?
  • Sie halten mich für verrückt. Eine realistische Einschätzung, aber sie machen mit, denn sie sind ja selbst verrückt. Diese Welt braucht mehr verrückte Menschen. Menschen, die nicht fragen: Was wird passieren, sondern was könnte passieren, wenn ich alles gebe?
  1. Bist du ins kalte Wasser gesprungen, oder hattest du Vorerfahrungen?
  • Ich bin ins Engagement reingewachsen. Vor allem durch meine Kirchgemeinde, aber auch durch mein FSJ in der blu:boks BERLIN. Dort habe ich das Handwerkszeug gelernt für den Umgang mit Kindern, aber viel wichtiger: Ich habe gelernt an mich und meine Visionen zu glauben.
  1. Hast du die Idee sofort umgesetzt oder gezögert?
  • Ich habe sofort angefangen. Nicht gleich ein Kindercamp, sondern zunächst habe ich eine Co-Leitung gesucht, dann ein Team, gemeinsam fanden wir die Vision, das Thema, den Namen… Es ist wichtig gleich anzufangen, bevor der Impuls erlischt. Engagement ist wie ein Feuer, es muss ständig gefüttert werden, und zwar mit Wertschätzung und Ideen.
  1. Wann bist du konkret gestartet?
  • April 2013 – Im November war dann die erste Vorbereitung mit 8 Mitarbeitern.
  1. War es schwierig, deine Idee zu startet?
  • Nein, es war genial! Aber ohne begeisterte Mitstreiter wäre es sehr schwierig geworden.
  1. Warst du zuerst frustriert, weil es zu wenig Unterstützung gab?
  • Im Gegenteil. Natürlich gab es viele Skeptiker, aber wir hatten Feuer gefangen und das konnte niemand stoppen.
  1. Was ist das Schwierigste im freiwilligen Engagement?
  • Prioritäten setzen, denn wir Mitarbeiter haben alle viel zu tun: Studium, Arbeit, Privates…
  1. Was ist das Besondere, der Reiz im freiwilligen Engagement?
  • Wer dabei ist, macht es weil er intrinsisch motiviert ist, also Spaß daran hat. Uns verbindet eine Vision.
  1. Welche Aufgaben hast du als UN Jugenddelegierter?
  • Mit meiner Kollegin Katharina bin ich die Stimme von 15 Millionen junger Menschen vor den Vereinten Nationen. Wir hören bei jungen Menschen zu und erzählen es den Alten, ein Sprachrohr sozusagen.
  1. Wächst die Zahl der jungen, engagierten Menschen in Deutschland?
  • Und das muss weiter gehen!
  1. Erlebst du deine Generation als mutig und offen für Neues?
  • Nicht immer. Diese Generation könnte noch viel mehr, aber sie ist noch im Halbschlaf und die alte Generation hat den Wecker versteckt, aus Angst vor Veränderungen. Es ist Zeit die junge Generation aufzuwecken!
  1. Woran mangelt es hauptsächlich, neue Ideen anzupacken, an Mut, Zeit, Verbindlichkeit, Geld, Kontakten, Rat & Tat?
  • In unseren Schulen, Ausbildungen und Universitäten geht es immer um Leistung. Nur die Zahl auf dem Zeugnis hat Bedeutung wird uns suggeriert. So ein Quatsch! Die wirklich wichtigen Dinge kann man in diesem Schulsystem gar nicht lernen, dazu gehören für mich: Persönlichkeitsentwicklung, Kompetenzentfaltung, (politische) Meinungsbildung und die Entwicklung von Freundschaften. Wir müssen den jungen Menschen den Druck nehmen, sie ermutigen auch ungewöhnliche Dinge zu tun und sie begleiten, als Mentoren und Freunde.
  1. Verändert sich die Art des Engagements?
  • Auf jeden Fall die Perspektive. Jungen Menschen wird klar, dass alles miteinander zusammenhängt: Bildung, Konsum, Flucht, Nachhaltigkeit. Engagement wird ganzheitlicher.
  1. Welche öffentliche und private Unterstützung wünschst du dir für junge Engagierte?
  • Es muss anerkannt werden, besonders in Schulen. Nicht nur der Jahrgangsbeste darf ausgezeichnet werden, sondern auch der Engagierteste. Natürlich ist das nicht messbar, aber gerade das ist ja das Besondere daran. Ich wünsche mir, dass junge Ideen ernst genommen werden, dass Nörgler und Schwarzseher einfach mal die Klappe halten und neue Ideen unterstütz werden, beispielsweise durch ein liken oder teilen auf Facebook.
  1. Finden alle Engagierten mit Ideen Gleichgesinnte?
  • Ja, aber einige müssen länger suchen als andere. Die Frage ist, ob sie so lange durchhalten.
  1. Siehst du einen Unterschied in den Themen und Herangehensweisen zwischen Engagierten in deinem Alter und bei älteren Menschen?
  • Junge Menschen sehen erst die Vision und dann die Probleme, bei Alten ist es andersherum.
  1. Wieso engagieren sich junge Menschen, gibt es etwas, das alle verbindet?
  • Das Gefühl etwas Bedeutendes zu machen und damit selbst bedeutend zu werden.
  1. Wieso engagierst du dich?
  • Rückblickend war es die beste wirtschaftliche Investition ever! Stipendien, Kontakte und Jobs waren nur dadurch möglich, aber deswegen engagiere ich mich nicht. Es sind immer wieder diese Moment, wenn deine Idee auf einmal Realität wird, wenn das Bild aus deinem Kopf mit Leben gefüllt wird und du mitten drin stehst.
  1. Was entgeht Menschen, die sich nicht freiwillig engagieren?
  • Ein echtes Team. Ich rede nicht von Kollegen oder Freunden mit denen man Party macht, sondern Menschen mit denen man gemeinsam etwas verändert hat und das gleiche Bild sehen, wenn sie an die Zukunft denken.
  1. Die Zahl der Vereine hat sich seit den 50er Jahren versiebenfacht, ist Deutschland ein Land des Engagements?
  • Wir haben allen Grund dazu, ich würde sogar sagen die moralische Pflicht! Zeitlich und örtlich gesehen sind wir so unglaublich gesegnet. Wenn wir diese Welt nicht verändern, hätten zukünftige Generationen allen Grund über uns traurig die Köpfe zu schütteln.
  1. Heute wurden diese Ergebnisse veröffentlicht aus einer Umfrage unter Menschen, die Flüchtlingen in Deutschland helfen: „Befragte Freiwillige möchten mit ihrem Einsatz die Gesellschaft im Kleinen verändern (97 Prozent) und ein Zeichen gegen Rassismus setzen (90 Prozent). Die Ergebnisse unserer Studien weisen darauf hin, dass die Ehrenamtlichen derzeit nicht überfordert sind“. Wieso sind die, die anpacken, nicht überfordert, und viele Menschen, die nicht helfen, fühlen sich und Deutschland mit der Aufgabe überfordert?
  • Wer nicht hilft ist ohnmächtig, denn er kann nichts verändern. Das sind die Menschen, die vor einem Berg stehen bleiben und darüber schimpfen wie hoch er ist. Die anderen Menschen gehen einfach los – Schritt für Schritt. Oder wie Henry Ford es gesagt hat: „If you think you can do a thing or think you can’t do a thing, you’re right.“
  1. Hast du in deinem Engagement Hilfe von anderen Menschen?
  • Ja! Mein Mitarbeiterteam, der Kirchgemeinde, den Sponsoren, Jugend hilft, die Civil Academy, meiner Familie und Freunden, Leute auf Facebook… es ist unglaublich bestärkend.
  1. Was hast du bereits damit erreicht?
  • Messbar ist das Erreichte nicht, aber ich weiß, dass wir viele Kinderherzen begeistert haben und einen tiefen Eindruck bei den Eltern und vielen anderen Menschen hinterlassen haben.
  1. Wie ist die Resonanz in der Öffentlichkeit?
  • Sehr wertschätzend, manchmal staunend. Manche fühlen sich inspiriert und ermutigt selbst etwas zu starten, andere fühlen sich herausgefordert und spielen es herunter.
  1. Was lief anders als geplant?
  • Etliches, zum Bespiel hat das Baumhaus viel mehr Zeit gebraucht, als geplant. Aber dann müssen wir als Team die Zähne zusammenbeißen und anpacken!
  1. Wie hast du darauf reagiert?
  • Es macht keinen Sinn bei Fehlern den Schuldigen zu suchen. Ich versuche dann einzuspringen, zu ermutigen. Ich versuche die Blickrichtung des Teams nach vorne zu richten. Über Fehler zu lästern macht zwar Spaß, aber es zerstört die Vision.
  1. Was motiviert dich, wenn es keinen Spaß macht?
  • Das Feedback der Mitarbeiter, Eltern und Kinder. Oder ich gucke mir Videos und Fotos vom Camp an. Dann erinnere ich mich wieder, warum ich das alles überhaupt mache.
  1. Soll und kann Power On wachsen?
  • Noch ja, aber es kann sein, dass es irgendwann ausgewachsen ist. Aber Power On bedeutet nicht nur „anmachen“, sondern auch „weitermachen“. In diesem Jahr haben wir 10 Kinder mehr gehabt, sind aber ganz anders gewachsen: statt 4 hatten wir 8 Projektgruppen und die Gala war auch ein ganz neues Element.
  1. Wie wächst du am Engagement?
  • In vielfältiger Weise… Als Manager, als Persönlichkeit, als Mensch. Meine Freundschaften wachsen, meine Kontakte, meine Kompetenzen, mein Glaube… Allerdings tut Wachstum auch immer etwas weh.
  1. Dein größter Erfolg?
  • Da denkt man an die Auszeichnungen für das Power On, die bevorstehende Rede vor der Generalversammlung der UN, Studienleistungen… Aber mein größter Erfolg ist es nicht aufzugeben, auch wenn man an seine Grenzen kommt, auch wenn Wachstum Veränderung bringt und wehtut, wenn Mitarbeiter ausfallen, wenn es Konflikte gibt – nicht aufgeben.
  1. Hast du neue Ideen?
  • Viel zu viele 🙂
  1. Rocken deine Idee, verändern sie die Welt?
  • Davon bin ich fest überzeugt! 🙂

Wer Eric und Power On unterstützen möchte, hier geht`s lang!

VIEL KRAFT und #AllesGehtAnders!

KinderCamp

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