Zutaten kreativ mixen. Ideen-Cocktails probieren – bis es schmeckt. Subversiv verknüpft alle Grenzen überschreiten

Gepostet am 25. Juni 2017 in 44Fragen, Blog, Ideen

Zutaten kreativ mixen. Ideen-Cocktails probieren – bis es schmeckt. Subversiv verknüpft alle Grenzen überschreiten

Wir fragen zu wenig und wissen zu viel. Wir sind Besserwisser statt Vielfrager. Wir meinen, alles zu wissen, dabei wissen wir wenig. Das meiste „Wissen“ besteht aus Definitionen der Vergangenheit und Vorurteilen. Das ist halt „so und so“.

In 20 Jahren meiner beruflichen Tätigkeit habe ich diverse Branchen gesehen und Startups gegründet. NIE war ein Markt, eine Zielgruppe, ein Problem tatsächlich sso und so, wie es von außen erschien.

Immer führen 44 Fragen in die Tiefe und über oberflächliche Definitionen hinaus. Spiegel Online hat 2015 mehrere teure Prognosen zum Fachkräftemangel hinterfragt. Welche Szenarien trafen tatsächlich ein? Das Fazit: Nichts. Keine einzige Prognose ist eingetroffen. Umfragen mit warnenden Prognosen sind einfach ein gutes Geschäft der Meinungsforschungsinstitute. Noch eine ganz andere Überraschung: Über 10.000 Mitarbeiter in der Pflege ohne Management – undenkbar bis ein Niederländer das System hinterfragt hat. Zur Überraschung aller Experten werden Patienten schneller gesund, Pflegekräfte sind seltener krank, 35 Prozent der Kosten werden eingespaart. Pflegekräfte teilen ihre Zeit selbst ein, das Management wurde gestrichen, die Selbstwirksamkeit der Kollegen gesteigert.

Streichen und Steigern sind zwei von 18 kreativen Grundprinzipien, die immer zu Innovationen führen.

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Tellerränder zerstören. Erfahrung für die Menschheit sammeln

Gepostet am 29. April 2017 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen

Tellerränder zerstören. Erfahrung für die Menschheit sammeln

Was für eine Woche: Zu Gast im Frühstücks-TV Café Puls in Wien mit Elefanten, Cocktail-Shaker, Trainingsjacke und Rock Your Idea. Wie merkt man, ob eine Idee Potenzial hat? Ideen nicht verstecken, sondern rausgehen und die Resonanz erleben. Kann einem die Idee dann nicht geklaut werden? Ja, aber ohne Resonanz keine Entwicklung. Und wer hat das Herzblut, Ideen tatsächlich über Jahre umzusetzen? Macherinnen und Macher. Die, die wirklich was verändern wollen.

Was innovative Menschen verbindet: Sie schauen nicht nur zaghaft über den Tellerrand. NEIN! Sie gehen einen Schritt weiter. Dieser Teller ging zu Bruch beim 4GAMECHANGER Festival. Zerstört die Tellerränder.

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Ein weiterer Teller fiel diese Woche dem Hammer bei Rock Your Recruiting zum Opfer. Zwölf Personalverantwortliche arbeiten zusammen an neuen Ideen in der Personalgewinnung. Das Besondere: Vier Monate Entwicklungszeit vom 27 April bis 1. September 2017. Drei Arbeitstage in Berlin und vier Monate Zeit zum Üben, Austesten, Erfahrungen Sammeln und Schleifen der Ideen. Am 6. Juli beginnt der 2. Zyklus und läuft bis zum 10.11.2017. Herzliche Einladung.

Der dritte Teller zerbrach bei der HR Failure Night in Berlin. Die Personalwirtschaft berichtet: „Es reicht nicht, über den Tellerrand zu gucken“, sagte Special Guest Martin Gaedt. „Manchmal muss man den Teller zerhauen!“ Sprach’s und machte es vor… „Ja, das ist gefährlich… Es gibt keine Innovation, ohne Regeln zu brechen.“

Ganz entscheidend, auch im Recruiting. Wer andere Resultate will, muss Regeln brechen und Wege gehen, die zuvor niemand gegangen ist. Ideen bestehen aus Zutaten, die neu gemixt und zum ersten Mal probiert werden. Kann also jede Idee schmecken? NEIN. Ausgeschlossen. Die meisten Ideen schmecken nicht.

Niemand weiß vorher, welche Idee Schrott und welche ein Rohdiamanten ist. Und auch Schrott kann zum Sprungbretter zur nächsten genialen Idee sein. In jedem Fall gehört das Probieren dazu – ohne vorher zu wissen, ob es schmeckt. Ich meine: Man lernt beim Machen und Ausprobieren. Sind das Fehler, wenn du Dinge probierst, die niemand vor dir probiert hat? Ich meine: Nein.

Neues zu machen, kann nicht sofort gelingen. Unvorhergesehenes lässt sich nicht vermeiden. Sind das Fehler? Ich meine: Nein. Die Personalwirtschaft fährt fort: „Daher sprach Gaedt sich gegen den Begriff ‚Failure‘ aus, wie auch gegen die Rede von der ‚Fehlerkultur‘. Er setzte der Deutung von Fehlschlägen als ein Scheitern sein Credo entgegen: „Wir sammeln Erfahrungen für die Menschheit.“ Auf geht`s. Wer macht mit?

Es ist nie die Frage, ob es geht oder nicht geht, es ist nur die Frage, ob du es machst.

Es reicht nicht, über den Tellerrand zu gucken. Keine Innovation, ohne Regeln und mit gewohnten Tellerrändern zu brechen. Dabei achtsam: Wer Schmetterlinge will, darf auf Raupen nicht treten.

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Was war dein dickster Fehler bisher? Was hast du daraus gelernt? #HR-Failure-Night #Berlin

Gepostet am 6. März 2017 in 44Fragen, Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Rock Your Recruiting

Was war dein dickster Fehler bisher? Was hast du daraus gelernt? #HR-Failure-Night #Berlin

Am 20. April 2017 findet die HR-Failure-Night in Berlin statt. Dort provotaine ich über meine Flops und Ideen-Geröll auf dem Weg zu Diamanten. Zusammen mit Gero Hesse (territory embrace / Bertelsmann), Katja Wieja (ThyssenKrupp), Jannis Tsalikis (VICE Media), Katharina Oberrecht (MYTOYS Group) stiften wir Dialog und Austausch.

Der Gastgeber Florian Schrodt hat mir im Vorfeld Fragen gestellt.

Was war dein dickster Fehler bisher / was hast du daraus gelernt?

Persönlich und finanziell das dickste Fiasko sind die Insolvenzen der Younect GmbH 2014 und der cleverheads GmbH 2016. Wir wollten ein neues, wertvolles Angebot in der Personalgewinnung erschaffen und den Einsatz der Gesellschafter und Investoren vermehren. Beides ist uns nicht gelungen. Da ich selbst in beide Firmen neben 10 Jahren Zeit auch viel Geld investiert habe, werde ich noch jahrelang die Schulden abbezahlen. Ich war zu optimistisch und naiv, ich war mir sicher, dass es klappt. Ich war blauäugig-mutig. Ich hab`s versucht.

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Meine Vision lebt weiter: Jeder gute Bewerber bekommt einen Job oder eine Empfehlung. Das geht nur in Zusammenarbeit vieler Unternehmen. Über regionale Talentpools wird die Vermittlung in Unternehmen derselben Region und Branche beschleunigt. Über eine halbe Millionen Absagen von nur 253 Unternehmen ist nicht nur sinnentleert, sondern auch teuer und überflüssig. Wie viele Absagen versenden 3,6 Millionen deutsche Unternehmen und 23 Millionen europäische Betriebe. Das hatte bisher niemand im Blick. Ein endlos großes Potenzial. Nun starte ich gerade zusammen mit Index den dritten Versuch, mit cleverheads.eu den Arbeitsmarkt zu verändern.

Gelernt habe ich aus den Insolvenzen, dass es viel länger als geplant dauert, einen Markt zu verstehen und zu durchdringen.

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Rock Your Recruiting. Mit eigenen Ideen #Personalgewinnung rocken

Gepostet am 21. Februar 2017 in Blog, Ideen, Rock Your Recruiting

Rock Your Recruiting. Mit eigenen Ideen #Personalgewinnung rocken

Wissen Sie, wer sich nicht bei Ihnen bewirbt?

Ziehen Sie passende Kandidaten magnetisch an?

Behandeln Sie Bewerber so gut wie Ihre Kunden?

Wie werden Sie, Ihre Region und Branche sichtbar?

Mixen & Machen

Rock Your Recruiting ist ein mehrtägiger Ideenfitness-Workshop zum Mixen & Machen, Spinnen & Rocken der Ideen. Zwischen den Workshops haben Sie Zeit zum Austesten der Ideen.

Ideenfitness wird trainiert mit vielen Fragen, außergewöhnlichen Zutaten, Zielen und Zielgruppen, herausfordernden Aufgabenstellungen, Spinnen, Streichen, Steigern, Brechen und Umdrehen.

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Reifen & Testen

Keine Idee wird perfekt geboren. Ideen müssen reifen, getestet und geschliffen werden. Keine Idee ist gut oder schlecht. Ideen entfalten eine Wirkung.

Welche Wirkung entfalten Ihre Ideen? Wie reagieren die für Sie interessanten Zielgruppen? Das herauszufinden, ist Teil von Rock Youur Recruiting. Um die Wirkung herauszufinden, nutzen Sie acht Wochen Zeit zwischen den Workshop-Tagen.

Ablauf:

1. Workshop in Berlin. In wechselnden Teams mixen und schleifen Ihrer Ideen. Auswahl der Ideen, die Sie testen werden. Bodystorming und Drehbuch.

2. Acht Wochen Zeit zum Testen der Wirkung der Ideen. Begleitung durch Telefonkonferenzen mit dem Trainer.

3. Workshop in Berlin. Auswertung Ihrer Erfahrungen. Mixen weiterer Ideen. Schleifen. Auswahl der Ideen, die Sie testen werden. Bodystorming und Drehbuch.

4. Acht Wochen Zeit zum Testen der Wirkung der Ideen. Begleitung durch Telefonkonferenzen mit dem Trainer.

5. Workshop in Berlin. Auswertung Ihrer Erfahrungen. Mixen und schleifen. Bodystorming und Drehbuch.

Das erste Training startet am 27.04.2017. 

Ein weiteres Training startet am 06.07.2017.

Zutaten

An den Workshop-Tagen arbeiten Sie in wechselnden Teams. Die Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist eine wichtige Zutat.

Ideen brauchen Zutaten, die nie zuvor gemixt wurden. Ideenfitness wächst mit jeder Frage und mit jeder neu kombinierten Zutat.

Alles geht anders

Menschen sind unterschiedlich. Jedes Unternehmen tickt anders. 11.000 Städte und Kommunen haben diverse Mehrwerte. Deshalb müssen passende Ideen mit Wirkung immer anders sein.

Einen sehr guten Buchhalter für 3 Euro Marketing-Kosten gewinnen. Das ist passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten. Wer hingegen das macht, was alle machen, bekommt das, was alle bekommen. Die absolute Mehrheit nutzt standardisierte Stellenanzeigen voller Floskeln. Wen lockt das hinterm Ofen hervor? Wer bricht aus? Wer ist mutig?

Kreativität heißt, über die Grenzen des Bekannten zu gehen. Neu = U N B E K A N N T. Etwas zu tun, was niemand zuvor gewagt hat. Dabei sind die besten Ideen hinterher so simpel, dass jeder sagt, das war ja einfach. Einfach genial.

Frischer Wind

Martin Gaedt zeigt die Vielfalt, mit der bereits Personal geworben wird. In jeder Region und jeder Branche gibt es Unternehmen ohne Fachkräftemangel. Diese Unternehmen schauen wir uns an und lernen von ihnen.

Wer ein Magnet sein will, muss anziehen und erlebbar werden. Wir entwickeln Ihre passenden Ideen zur Personalgewinnung. Wir mixen immer neue Zutaten, die Unterscheidung im Recruiting bewirken.

Martin Gaedt

Martin Gaedt ist seit 20 Jahren Gründer und Unternehmer, Trainer und Keynote Speaker, Innovator und Autor der Bücher „Mythos Fachkräftemangel“ und „Rock Your Idea“. Acht Jahre war er selbst Arbeitgeber und Recruiter in seinen Startups.

Mit der index Internet und Mediaforschung GmbH bietet er neben Rock Your Recruiting auch die Plattform cleverheads an. Unternehmen empfehlen sich untereinander die Kandidaten, die so gut sind, dass man sie gerne eingestellt hätte, aber absagen musste. Die Mehrzahl guter Bewerber bekommt Absagen. Das ist in Zeiten des sogenannten Fachkräftemangels schizophren und verschwenderisch. Mit cleverheads halten Unternehmen zusammen in der Fachkräftesicherung. Eine Idee aus der Praxis, entwickelt mit einem Branchen-Verband. #AllesGehtAnders

Effektives Trainingsprogramm Rock Your Recruiting

• Input 50%. Praktische Arbeit 50%.

• Mixen und Schleifen der Ideen

• Drehbuch zur Umsetzung

• Testläufe zum Erleben der Wirkung

• Innovative Personalgewinnung selbst entwickelt

• Recruiting neu denken, neu mixen, neu aufstellen

Was Sie erreichen – Ihr Trainingsergebnis mit Rock Your Recruiting

  • Konkrete Maßnahmen für Ihre Personalgewinnung.
  • Recruiting, das zu Ihrer Branche und Region passt.
  • Prototypisch getestete Ideen, die Kandidaten ansprechen.
  • Das Eigene, Unterscheidung und frischer Wind im Recruiting.
  • Einblicke in die Vielfalt erfolgreicher Personalgewinnung.
  • Trainings-Parcours ‚Ideen6‘ zur persönlichen Ideenfitness.
  • Souveränität im Produzieren und Testen eigener Ideen.
  • Viele Erfahrungen der anderen Teilnehmer für Ihre Arbeit.

Interesse? Sprechen Sie mit mir.

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IdeenFitness. Wer trainiert täglich das Spinnen? Lösliche Kreativität wie Kaffeepulver? Ein Wirkstoff mit Garantie? Rock Your City

Gepostet am 25. Januar 2017 in Blog, Ideen, Meine Meinung

IdeenFitness. Wer trainiert täglich das Spinnen? Lösliche Kreativität wie Kaffeepulver? Ein Wirkstoff mit Garantie? Rock Your City

Alle fordern Querdenker. Aber wer trainiert das Querdenken, Umdrehen, Spinnen, Träumen und Handeln täglich? Niemand geht ein Mal zum Joggen und meldet sich direkt im Anschluss zum Marathon an. Keiner nimmt eine Stunde Klavierunterricht und spielt dann Mozart. Aber häufig soll in eintägigen Innovations-Workshops DAS GROSSE NEUE DING entstehen.

Um Ideenjazz und Ideenjoggen zu fördern, gibt es hunderte Methoden und Kreativitätstechniken: Brainstorming, Brainwriting, 6-3-5, sechs Denkhüte von De Bono, Bionik, Mindmap, Bisoziation, Kopfstandtechnik, Scamper, Walt-Disney, Relevanzbaumanalyse, Morphologischer Kasten, Osborn-Checkliste. Alle Kreativitätstechniken wollen nur das Eine: Neue Ideen. Spaß. Offenheit. Diversität. Regelbruch. Auf den Kopf stellen. Um die Ecke denken. Blick über den Tellerrand. Aufbruch ins Unbekannte. Braucht man dazu Techniken? Klingt nicht schon das Wort Kreativitätstechnik wie ein Widerspruch in sich selbst? Kann eine festgelegte Methode Kreativität freisetzen? Gibt es eine Technik, die augenblicklich wirkt wie eine Schmerztablette? Lösliche Kreativität wie Kaffeepulver? Ein Wirkstoff mit Garantie?

Methoden geben das Gefühl, Kreativität im Griff zu haben. Ideen sollen vorhersagbar werden: „Morgen im Team-Meeting zwischen 9 und 11 Uhr steht Innovation auf dem Plan.“ Doch Kreativitätstechniken bieten keine Garantie für gute Ideen. Methoden sind wie Trainingsgeräte für Fitness – Ideenfitness. Eine wertvolle Hilfe beim Training. Wie Krücken, die man wieder loswerden will. Machen Sie drei Wochen lang Kreativitäts-Reha. Training von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr. Wenden Sie acht Stunden pro Tag die Walt-Disney-Methode, Scamper und Osborns Checkliste an, und ich garantiere Ihnen, dass Sie hinterher ideenfitter sind. Wenn Sie drei Wochen Reha machen, und fünf Tage pro Woche mit Kreativitätstechniken geübt haben, dann brauchen Sie die Krücken nicht mehr. Das Missverständnis mit Kreativitätsmethoden liegt in dem Glauben, dass sie ohne Training funktionieren. Kurze Einführung. Loslegen. Berge grandioser Ideen. Im Sport würden Sie für diese Ansicht zu Recht ausgelacht werden. Aber wenn Sie die Methoden üben, üben, üben, dann kann Ihnen jede Methode beim kreativen Mixen helfen.

Wichtiger als die einzelnen Methoden sind die Grundprinzipien der Techniken. Zum Beispiel das Denken in verschiedenen Rollen wie bei Walt Disney und die Blickwinkel von sechs Typen wie bei De Bonos sechs Denkhüten. Oft werden Analogien gesucht. Ähnlichkeiten und Entsprechung werden auf neue Situationen übertragen. Die Bionik nutzt Prinzipien der Natur. Die Struktur von Lotusblumen oder Insektenflügeln werden übertragen auf Oberflächen, Farben, selbstreinigende Kameragläser, Schwimmanzüge und Schiffsrümpfe. Seidenfasern von Spinnen sind drei bis fünfmal so zäh wie die stabilsten Kunstfasern und einzigartig in der Dehnbarkeit. Übertragen werden sie auf Schutzwesten und dreidimensional gedrucktes Gewebe für medizinische Implantate. Methoden können helfen, Unpassendes zu mixen und Unmögliches zu denken. Das Ziel lautet, ohne Krücken zu laufen und ohne Kreativitätstechniken abgefahrene Ideen zu mixen. Alles – wirklich ausnahmslos alles – kann Kreativität fördern. Alles kann die alles entscheidende Zutat sein. Alles kann ein Anstoß und Ideenauslöser sein.

Entscheidend ist, dass Sie „alles ist möglich“ für möglich halten und aus jeder Not eine Tugend machen. Meine Lieblingsmethode heißt „MADNET“, das steht für „Mach Aus Der Not Eine Tugend“. Geniale Ideen werden oft aus der Not heraus geboren. MADNET: 1996 öffnete Berlin Großbaustellen für Besucher. Die Aktion hieß „Schaustellen“. Baustellen wurden ein Live-Museum des Wandels. Millionen neugierige Besucher kamen, um zu sehen, was hinter den Bauzäunen passierte. Die Schaustellen Berlins warben spielerisch-kreativ um Verständnis. Der Ärger über die Baustellen verflog, man wurde Teil der Schaustellen. Berlin machte aus der Not eine Tugend. Der Alltag ist voller Gelegenheiten für originelle Lösungen. MADNET: Als ich eine Radtour durch Berlin leiten wollte, riss mir auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt die Fahrradkette. Damals gab es noch keine Mobiltelefone. Ich hatte keine Möglichkeit, die Reisegruppe zu informieren. Der Druck war groß. Ich musste die Kette reparieren und weiter fahren. Es war Sonntag früh am Morgen, kein Fahrradladen hatte offen. Da kam der Geistesblitz. In meinem Ohrloch steckte eine Büroklammer. Mit der Büroklammer ersetzte ich das gebrochene Glied in der Fahrradkette. Das Fahrrad fuhr wieder. Und die Büroklammer hielt die Kette mehrere Wochen lang quer durch Berlin. MADNET: Bauern in Afrika plagt eine sehr große Not. Wie können Elefanten davon abgehalten werden, die Felder der Bauern leer zu fressen? Zäune sind teuer und unwirksam. Selbst Dornenhecken halten die Dickhäuter nicht ab. Vor welchem Tier rennen Elefanten weg? Bienen! Bienenstöcke an den Zäunen sind der effektivste Schutz. Zusätzlich gewinnen die Farmer leckeren Honig. Alles geht anders.

Die berühmteste Kreativitätstechnik ist das Brainstorming. Die zentrale Regel lautet: „keine Kritik“. Alles wird ausgesprochen und aufgeschrieben. Jede Idee ist wichtig und willkommen! Erfunden wurde das Brainstorming 1953 von Alex Osborn. Doch zu oft ist die Aufgabenstellung butterweich und ohne Wumms: „Macht ein Brainstorming zum ‚Ehrenamt’.“ Oder: „Schreibt alles auf, was euch zur Energie der Zukunft einfällt.“ Ist das herausfordernd? Spannend? Elektrisierend? Tom Kelley von IDEO sagt zu Recht, ein Brainstormer ohne klare Problemstellung sei wie ein Unternehmen ohne Strategie. Professionelles Brainstorming braucht Profis, die Aufgaben mit Wumms stellen, Zutaten sammeln und das Mixen und Spinnen regelmäßig trainieren. Kommt Ihnen das bekannt vor? Was wird noch regelmäßig trainiert?

Fitnessstudios erreichen inzwischen rund 7,6 Millionen Mitglieder (2011) und sind damit größer als der Deutsche Fußball Bund (DFB) mit rund 6,8 Millionen Mitgliedern. So wie Fitnessstudios die körperliche Fitness stärken, brauchen wir in einer Gesellschaft, die zunehmend von Kreativität und Innovation lebt auch Ideenfitness-Center. Mit diversen Menschen vom Sportbund bis zu Ideen-Trainern arbeite ich an Konzepten für Ideenfitness. Beim Innovatorsclub des Deutschen Städte- und Gemeindebunds stelle ich demnächst Ideenfitness-Center vor. Jede der 11.000 Städte und Kommunen könnte ein Ideenfitness-Center starten. Aus Rock Your Idea wird Rock Your City. Ideenfitness, Co-Working Spaces und Gründerförderung sollte kein Privileg der Großstädte bleiben, sondern überall zugänglich sein, wo Menschen leben. Orte der Gemeinschaft, der Debatte, des Trainings und Wachstums. Orte des Lachens und Schaffens, Träumen und Handelns, Spinnen und Umsetzens.

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Geld-System-Experiment sucht experimentierfreudige Investoren

Gepostet am 18. November 2016 in Blog, Ideen, Mehrwert

Geld-System-Experiment sucht experimentierfreudige Investoren

In meinem Buch ROCK YOUR IDEA stelle ich über 1.000 Fragen. Fragen sind das wirksamste Mittel, um Ideenfitness zu trainieren und den Ideenfluss anzukurbeln. Eine der Fragen lautet: Was wäre, wenn jeder Mensch seine Träume und Ideen umsetzen könnte? Meinen Insider-Artikel dazu las und kommentierte Eva-Catrin Reinhardt. Wir telefonierten und trafen uns.

Kaum war eine halbe Stunde unseres Meetings vergangen hatten wir eine neue Idee geboren„, beschreibt Eva unser erstes Treffen vor 7 Tagen. Wir sind beide seit vielen Jahren unternehmerisch tätig. Ich startete 1996 kreative Wettbewerbe, 1998 Sprungbrett, 1999 Knack die Nuss, 2007 Younect, 2012 regionale Talentpools, 2015 cleverheads u.v.a. Beide haben wir einen großen Teil unserer kreativen Energie und wertvollen Zeit in die Suche und Gewinnung von Investoren investiert.

Radikal vereinfacht

Allgemein fließt sehr viel Zeit von Menschen mit guten Ideen und der Fähigkeit zur Umsetzung in Investorensuchen, hunderte Pitches und Vertragsverhandlungen. Gelingt ein privates Investment, eine VC-Finanzierung oder eine staatliche Förderung fließt viel Zeit ins Reporting, Kopieren von Unterlagen und Präsentieren von Meilensteinen.

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Diese Erfahrung brachte uns auf folgende regelbrechenden Fragen:

 Was wäre, wenn Ideen schneller getestet und umgesetzt werden?

 Was wäre, wenn mehr Menschen mehr Innovationen starten?

 Was wäre, wenn der Zugang zu Geld radikal vereinfacht wird?

 Was wäre, wenn Menschen einfach zum Konto gehen, Geld abheben und loslegen könnten?

Unsere These

Wenn der Zugang zu Geld radikal einfacher wäre, werden mehr Ideen getestet und umgesetzt. All die viele Zeit und kreative Energie würde nicht mehr in Geldsuche, sondern in die Realisierung von Ideen und Weiterentwicklung fließen. Ein radikal einfacher Zugang zu Geld für Ideen-Macherinnen und Macher bringt mehr wirtschaftlichen Fortschritt und die unternehmerische und kreative Lösung von Herausforderungen – lokal und weltweit. Den meisten Menschen mit Ideen fehlen Gleichgesinnte und Zugang zu Geld-Kapital.

Unser Experiment

10 innovative Investoren geben jeweils 1 Million Euro für unser Geldsystemexperiment. Das Kapital wird individuell über Kreise von bereits vertrauten Menschen zugänglich gemacht. An dem Experiment beteiligen wir 10 Teams mit je 10-20 Teilnehmern. Teams können bestehende GründerInnen-Netzwerke sein genauso wie Stipendiaten der Civil-Academy. Beyond control remains trust.

Wer einen Zugang zum Konto erhält, stimmt einem Vertrauens-Codex zu, nach welchen Regeln Geld abgehoben werden kann und zu welchen Konditionen es zurückgezahlt. Alle Unternehmen, die an unserem Experiment teilnehmen zahlen das erhaltene Kapital mit niedrigen Zinsen zurück. Über die Vielzahl der Teilnehmer entsteht ein Risikoausgleich. Dazu zahlt jeder 3% – 25% (abhängig vom eingeschätzten Risiko) der jährlichen Gewinne auf das Konto, damit das Kapital für weitere Ideen wächst und weiteren UnternehmerInnen zur Verfügung steht.

Vertrauensgeld

Jeder Teilnehmer legt das Budget selber fest, das er für sein Business benötigt. Das Ganze ist so etwas wie eine gemeinsame einfach zugängliche Kreditlinie für alle Beteiligten. Aber es gibt keine Prüfung, keine Schufa, keine Crefo. Die Wirkungen dieses unkomplizierten Zugangs zu der Ressource Geld wird wissenschaftlich begleitet und der wirtschaftliche Erfolg des Experimentes neutral gemessen und bewertet.

Machen Sie mit beim Experiment Vertrauensgeld?

„Die Problemlösungen in unserer Welt müssen unternehmerisch angegangen werden. Es wird und muss ein Wandel von Abhängigkeit zur Selbstbestimmung stattfinden.“ Eva-Catrin Reinhardt

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