Wer hat Risikoappetit? Risiko ist Risiko, und Risiko bleibt Risiko

Gepostet am 10. November 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Meine Meinung

Wer hat Risikoappetit? Risiko ist Risiko, und Risiko bleibt Risiko

Ein Buchstabe macht den Unterscheid: „prize“ vs. „price“. „Everybody wants the prize, but nobody is willing to pay the price.“ Bereit, harte Arbeit zu investieren? Opfer zu bringen? Jeder erwartet, dass es einfach ist. Es ist nicht einfach. Streicht „easy“ aus dem Vokabular, wenn ihr etwas Besonderes erreichen wollt. Alles Wertvolle und Bedeutende ist nicht einfach zu erzielen. Risiko ist Risiko und bleibt Risiko.

53_risiko_ist_risiko

Für wirklich Neues gibt es keine Abkürzung. Die kreative Arbeit ist, tiefer ins Dunkle und Fremde zu gehen als alle anderen. Das ist hart, denn keiner kennt das fremde Terrain, keiner hat das Ergebnis je zuvor gesehen, und niemand weiß, wie lange es dauert. Neues braucht Menschen, die lachend Grenzen überschreiten, fest an ihre Vision glauben und Ideen gegen alle Widerstände durchboxen. An welche Grenzen stoßen Sie?

Mehr »

Advent, Advent, Inspiration brennt. Klug, klüger, Adventskalender

Gepostet am 9. November 2016 in Blog, Ideen, Mehrwert

Advent, Advent, Inspiration brennt. Klug, klüger, Adventskalender

Advent, Advent, was Neues bringt. Kerstin Hack gesteht: „Ich liebe Adventskalender. Es ist einfach so schön, jeden Tag etwas geschenkt zu bekommen.“ Also hat sie sich 24 Geschenke für andere überlegt – mit Zugabe: 25 Impulshefte über Weltveränderer zum Advent mit Menschen, die die Welt gerechter, sozialer, besser, schöner, kreativer, bunter gemacht haben.

Es geht um Musik für Frieden, Kampf aus Überzeugung, Leben in Freude. Jeder Mensch trägt zu Krieg oder Frieden, Schönheit, Vertrauen oder Missgunst und Neid bei. Der „klügste Adventskalender“ zeigt in praktisch-quadratischen Mini-Taschenheften die Fülle an inspirierendem Leben.

weltveraenderer-produktbild_2000x2000

Nelson Mandela. Sophie Scholl. Franz von Assisi. Astrid Lindgren. Pablo Picasso. Coco Chanel. Albert Schweitzer. Marie Curie. Dietrich Bonhoeffer. Yehudi Menuhin. Menschen zur Anregung, selbst bunter und engagierter zu leben.

Mehr »

Weiter gehen als alle = kreativ. U_N_B_E_K_A_N_N_T = neu

Gepostet am 11. Oktober 2016 in Blog, Ideen, Meine Meinung

Weiter gehen als alle = kreativ. U_N_B_E_K_A_N_N_T = neu

Neues braucht Menschen, die lachend Grenzen überschreiten, fest an ihre Vision glauben und Ideen gegen alle Widerstände durchboxen. Tiefer ins Dunkle und Fremde zu gehen als alle anderen – das ist DIE eigentliche GROSSE kreative Leistung.

A n   G r e n z e n

wenn es nicht zu

gehen s c h e i n t

entsteht Druck für

geniale Lösungen

= I n n o v a t i o n

An welche Grenzen stoßen Sie? Welcher Druck frustriert und bewegt Sie? An welchen Mauern rütteln Sie? Was steht im Weg? Was regt Sie auf? Was ändern Sie? Welchen Nutzen stiften Sie?

Wer keine persönliche Grenze durchbrochen hat, hat nicht innoviert. Wer keine Regel bricht, steckt im Altbekannten und Bewährten. Spinner gehen los, entdecken, machen, scheitern, rennen weiter. Da wird es spannend. Wer nichts Unerwartetes macht, hat keinen Risikoappetit. Sind Sie hungrig?

Neu = fremd = U_N_B_E_K_A_N_N_T. Wo suchen Sie Unbekanntes? Trainieren Sie Grenzsprengung? Gehen Sie mutig an Orte, wo zuvor niemand war? Wer Innovation sucht, muss zuerst an Grenzen stoßen. Grenzen des Wissens. Grenzen des heute Machbaren. Grenzen der Vorstellungskraft… um dann darüber hinaus zu gehen. Jenseits liegt die Innovation. Neues MUSS überraschen. Ideen überraschen wie Witze. Witze sind lustig, wenn die Pointe überraschend um die Ecke kommt.

Wer hat den größten Risikoappetit? Wer hat einen grenzenlosen Knall und geht all in? Sind Sie dazu bereit? „Europa fehlt die Risikokultur für einen Tech-Boom. Ja, in Europa fehlt es eindeutig an Risikokapital – und an Risikoappetit.“, sagt Patrick Healy, Europa-Chef der Investmentgesellschaft Hellman & Friedman. Wird GROSS gedacht? Wird GROSSES gemacht? Oder sind Sie erschrocken von der GRÖSSE Ihrer Idee? Innovation ist Glatteis. Risiko ist Risiko und bleibt Risiko ohne Abkürzung. Vor jedem Erfolg steht nicht nur die Bereitschaft zu scheitern, sondern tatsächlich das Scheitern.

Wo sind Sie auf der Pirsch? Wo überschreiten Sie Grenzen? Wer spinnt grenzenlos? Der Anzahl neuer Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Sprudeln Milliarden Ideen? Ideenentwicklung braucht Spaß, Freude, Jubel und den inneren Freiraum, Grenzen zu überwinden und Mauern einzureißen.

Wer grenzenlos spinnt, muss wissen, dass er mit seinen Ideen immer alleine ist. Kein zweiter Mensch sieht die gleiche Idee genauso wie Sie. Und Ihre Erzählung ist nie das Original. Menschen brauchen Erlebnisse und Bilder, um zu verstehen. Wir sind Sinneswesen. Wir spüren die Nässe vom Regen und schmecken die Aromen des Essens. Versuchen Sie, anderen Menschen den Geschmack eines neuen Gewürzes zu erklären. Das ist gar nicht so einfach. Genauso schwer ist es, eine Idee zu vermitteln. Was Menschen nicht selbst erleben, das gibt es für sie nicht. Bild für Bild und Erlebnis für Erlebnis holen Sie Ihre Idee vom Unbekannten ins Bekannte, vom Dunkeln ins Licht, vom Neuland ins Altland.

Persönliches Wachstum findet statt, wenn man etwas versucht, das scheinbar nicht geht. Wenn „geht nicht“ doch geht, gewinnen Sie Ideen und Ideenfitness. Sie werden bereit für mehr und GRÖSSERE Ideen.

40_unmoeglich_aussergewoehnlich

Mehr »

3fach UNgeübt. Zufälliger geht’s nicht. Lotto im Recruiting? Wer ist Profi in Suchen, Texten und Präsentieren?

Gepostet am 3. Oktober 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Meine Meinung

3fach UNgeübt. Zufälliger geht’s nicht. Lotto im Recruiting? Wer ist Profi in Suchen, Texten und Präsentieren?

Profi in Suchen, Texten und Präsentieren?

Hand aufs Herz: Sind Sie dreifacher Profi in Online-Suche, im Verfassen relevanter Kurztexte, im freien Reden und Präsentieren?

52_fehler_bewerbersuche

Wer beherrscht diese Fähigkeiten perfekt? Wer fällt Ihnen ein? Sind das die drei Kernkompetenzen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen brauchen? NEIN. Meistens nicht. Aber sie entscheiden über eine erfolgreiche oder erfolglose Jobsuche. In den meisten Unternehmen.

Studien belegen, welche Rolle das Foto, das Geschlecht und auch der Vor- und Nachname von Kandidaten im Bewerbungsverfahren spielen. Jugendliche mit ausländischen Namen haben schlechtere Chancen bei Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz. Doch noch grundsätzlicher gefragt: Warum ist ein Prozess zum Standard der Personalgewinnung geworden, der Fähigkeiten in den Mittelpunkt des Bewerbungsverfahrens stellt, in dem fast alle Kandidaten UNgeübt sind? Noch schlimmer: Drei Kompetenzen werden zum Killerkriterium, die im Beruf völlig irrelevant sind.

Standard zementiert

In dieser Woche hatte ich das Glück, spannende Menschen persönlich zu treffen, die ich bereits über Twitter kannte wie Cathrin Eggers und Frank Eilers, der einen Podcast zu Rock Your Idea, Ideenfitness und Mythos Fachkräftemangel veröffentlicht hat. Weitere inspirierende Treffen in Berlin und Düsseldorf drehten sich um neue Ideen im Arbeitsmarkt. #AllesGehtAnders glaube ich.

Aber aktuell kommt Innovation unter die Räder, da große Job-Plattform-Anbieter immer größer werden. Der Standard wird weiter zementiert – sei er nun sinnvoll oder sinnlos. Randstad kauft Monster Worldwide, Microsoft kauft LinkedIn, TEGNA sucht strategische Alternativen für die Careerbuilder Group, zu der auch Textkernel u.v.a. gehören. Kürzlich berichtete ich über den Irrsinn, dass 253 Firmen zusammen 513.300 Absagen verschicken, um 7.700 Stellen zu besetzen. Sinnvoll? Wie viele Absagen produzieren 3,6 Millionen deutsche und 23 Millionen europäische Firmen?

Was wäre, wenn sich Firmen und Mitarbeiter ohne Umweg finden würden? Was wäre, wenn die Kompetenzen den Ausschlag geben, die im Job gefragt sind? Vor einem Neuanfang liegt die Erkenntnis, dass was falsch läuft.

Erste Hürde: Profi für Stellenbörsen?

Schauen wir uns das klassische Bewerbungsverfahren genauer an. Welche Stellenbörse nutzen Sie von den über 2.500 Stellenbörsen? „Auch Experten können hier nur noch schwerlich den Überblick behalten“, schreibt der Recruiting-Profi und Blogger Stefan Scheller. Wenn schon Profis kaum den Überblick behalten, wie dann Laien?

Bewerber sind Laien in der Nutzung von Stellenbörsen. Sie können es üben, sie lernen hinzu und werden mit jeder Bewerbung besser. Aber ein Profi, Meisterin und Meister in der Recherche und Stellensuche? Die wenigsten Menschen werden Profis in der Nutzung von 2.500 Stellenbörsen. Wozu auch? Unternehmen erwarten als Mitarbeiter einen Profi fürs Kochen, Knoten, Kneten oder für Konstruktionen, nicht für die Stellensuche.

Lotto 6 aus 49?

Ein Unternehmen schaltet eine Stellenanzeige in der Erwartung, dass passende Kandidaten diese Stelle entdecken, daran hängen bleiben, sich dafür interessieren, die Bewerbung verfassen und tatsächlich abschicken. Dazu gehört häufig auch die Bereitschaft, neue Wege in Kauf zu nehmen oder sogar umzuziehen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein passender, umzugsbereiter Kandidat ausgerechnet JETZT Ihre Stellenanzeige entdeckt, spontan überzeugt ist, zu Ihnen will und loslegt? Millionen Angeboten konkurrieren mit Ihrer Stelle. Wenn ein passender Kandidat tatsächlich Ihre Stellenanzeige gefunden hat, sticht Ihr Angebot dann heraus? Ist Ihr Angebot unwiderstehlich und magnetisch anziehend?

Ein Volltreffer unter 2.500 Stellenbörsen mit Millionen Jobs in 3,6 Millionen Firmen für 43 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, die mal mehr und mal weniger suchen, wirkt auf mich wie ‚Lotto 6 aus 49‘ mit knapp 14 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. Durch die Inflation der Stellenbörsen müssten Sie Ihre Stellenanzeige heute in 20 oder 40 Börsen einstellen, um überhaupt mit den Zahlen von früher vergleichen zu können. Daher sagt eine sinkende Anzahl von Bewerbungen gar nichts über fehlende Bewerber aus, sondern viel mehr über die exponentiell gewachsenen Jobbörsen. Die gleich bleibende Aufmerksamkeit verteilt sich auf viel mehr Kanäle und Medien, denn mehr Aufmerksamkeit gibt es nicht.

Zweite Hürde: Profi für Kurztexte?

Best case. Ein passender Koch, Erzieher oder Mechatroniker hat Ihre Suchanzeige entdeckt. Die Kandidatin/ der Kandidat schreibt nun eine Bewerbung mit Lebenslauf. Kurz, knackig und in der aktuell angesagten tabellarischen Form. Vorlagen gibt es dafür genug. Man bekommt es irgendwie hin. Aber wer ist ein Profi für Kurztexte zu den eigenen Fertigkeiten und Erfahrungen? Suchen Sie Profis für tabellarische Kurztexte und aussagekräftige Anschreiben? Die wenigsten Unternehmen. Entscheidend sind die praktischen, konkreten Fähigkeiten in dem Job, für den man sich bewirbt.

Doch dieser Kurztext – Lebenslauf und Anschreiben – entscheidet, ob man in die engere Wahl kommt. Wie viele Diamanten gehen hier verloren, weil der Text nach einem Kieselstein aussah und den Brillanten nicht vermitteln konnte?

Fremde per Text

Experten wie Henrik Zaborowski sagen: „Niemand transportiert seine Persönlichkeit über ein Anschreiben und einen Lebenslauf. Niemand! Weil es nicht geht.“ Und er wird noch deutlicher: „Der Personaler fliegt in 7-10 Sekunden über den auf zwei genormten Seiten Lebenslauf und entdeckt die Persönlichkeit eines Menschen? Im Leben nicht.“

Personalsuchende ‚treffen‘ Bewerber als Fremde in Textform, und der Kurztext entscheidet, ob ein Mensch zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Kann das so optimal funktionieren? Ist der Personalverantwortliche überhaupt ein Leseprofi? Ein Literat? Oder eher visuell veranlagt? Wie müssten mechanische, handwerkliche, erfinderische, innovative Fähigkeiten textlich verpackt sein, dass sie überzeugen?

Dritte Hürde: Profi für Präsentation?

Ist man nun eine/r der Glücklichen und hat diese beiden Hürde genommen, folgt die dritte Hürde, die mit der Kernkompetenz und dem ausgeschriebenen, gesuchten Job NICHTS zu tun hat. Nun gilt es, im Job-Interview Profi zu sein. Die selbstbewusste Darstellung der eigenen Fähigkeiten ist dran. Nicht zu viel, und nicht zu wenig. Kompetent, aber nicht arrogant. Was sagt uns die Vergangenheit? Ist die Lernfähigkeit in den kommenden Jahren nicht viel interessanter? Aber wie kommt man im Gespräch theoretisch darauf zu sprechen? Welche Rolle spielt Musik? Wissen Sie, welche Musik Ihre Mitarbeiter hören? Ingenieure und Software-Entwickler sind überproportional häufig auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken. Aber käme Ihr Ingenieurs-Bewerber im Wacken-T-Shirt, was dann? Gleich unten durch? Das Auge isst mit. Der erste Eindruck zählt. Wer ist Profi für Bewerbungsmode? Wer kleidet sich für jeden Anlass passend? Wer präsentiert sich in allen Belangen professionell?

Wie viele Diamanten gehen verloren, weil die Präsentation nicht brillant war? Aber ist es das, was Sie suchen? NEIN! Selbst Professoren und Dozenten, die regelmäßig reden, sind häufig schlechte Präsentatoren. Selbst professionelle Redner stehen mehrheitlich regungslos am Pult. Das ist schlecht präsentiert, weil das Gehirn Überraschungen und Bewegung braucht, um neuen Input wahrzunehmen. Wer schafft eine überzeugende Vorstellung? Eine Show? Die wenigsten Profis fesseln ihre Zuhörer und Zuschauer. Wie sollte es also funktionieren, dass sich in freier Rede ungeübte Menschen optimal präsentieren? Henrik Zaborowski legt noch einen drauf: „In einem oder zwei oder drei Vorstellungsgesprächen können Sie keinen Menschen wirklich kennenlernen. Das ist Humbug.

Drei 100% falsche Filter für die gesuchte Profession

Wer einmal joggen geht, würde sich niemals zum Marathon anmelden. Wer den Marathon in New York City läuft, hat sich akribisch vorbereitet über Monate oder sogar Jahre. Erwarten Sie von Kandidaten ein bestimmtes Handwerk, eine Fertigkeit und Erfahrungen in der Profession, die Sie ausgeschrieben haben und die Sie besetzen wollen? Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen sollten die Profession beherrschen, die Ihre Wertschöpfung voran bringt!

Was hat das mit Jobbörsen-Suche, dem Schreiben tabellarischer Kurztexte und der professionellen Präsentation zu tun? Welchen Nutzen hat es für Unternehmen, dass Kandidaten durch denselben Filter gequetscht werden:

  1. Suche in 2.500 Stellenbörsen mit einer Lotto-Treffer-Quote
  2. Verfassen von Kurztexten und Diamant-Erkennung per Text
  3. live-Präsentation und Selbstdarstellung ohne Praxisbezug

Ihre Kandidaten sind in diesen drei Disziplinen zu 100 Prozent ungeübter als in der Kernkompetenz und der Profession, die Sie eigentlich suchen. Falsche Filter! Umwege und Sackgassen! Sie werfen mehr Diamanten weg als Sie erkennen.

Suchen, Texten und Präsentieren 

Zufällig bin ich ein Profi im Präsentieren, Vortragen und Entertainen. Ich verdanke meine 30 Jahre Erfahrung sowohl dem Schulfach „Speech“ als auch 10 Jahren ehrenamtlichen Trainings. Ein Berliner Ehepaar war so frei, sein Wohnzimmer für Tausende Jugendliche zu öffnen und hat mich darin gefördert, Gruppen zu leiten und Talkshows zu moderieren. Die Übung machte mich fit. Doch in der Regel ist es völlig unwahrscheinlich, dass Bewerberinnen und Bewerber Profis in diesen drei Fähigkeiten sind.

Eine sinnentleerte und fest zementierte Standard-Bewerber- und Job-Suche setzt besondere Fähigkeiten im Suchen, Texten und Präsentieren voraus. Warum muss sich ein Uhrenmacher oder Feinmechaniker im Bewerbungsgespräch gut darstellen und verkaufen können? Aufgaben, die nichts mit dem späteren Job zu tun haben, verschwenden Potenzial.

Beidseitig Frust

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist zum Verzweifeln! Fachkräfte wollen so gerne einen Arbeitgeber finden, bei dem sie ihr Wissen und ihr Talent optimal einsetzen können. Auf der anderen Seite suchen Unternehmen händeringend nach Fachkräften. Auf beiden Seiten herrscht Frust.

Im Weg steht der Beton der Auswahlprozesse. Warum ändert sich trotz besseren Wissens so wenig? „Pro Jahr erscheinen mehr als 700 wissenschaftliche Publikationen zum Thema Personalauswahl, von denen so gut wie nichts in der Praxis ankommt.“, zitiert Hendrik Zaborowski Professor Uwe Kanning. Welch enorme Potenzialverschwendung, die bereits in der Geschichte der zwei Königskinder anklingt. Alle wollen, aber die passende Brücke und Verbindung fehlt:

  • Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten beisammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief.
  • Ach Liebster, könntest du schwimmen, so schwimm doch herüber zu mir! Drei Kerzen will ich anzünden, und die soll’n leuchten zu dir.
  • Ach Fischer, liebster Fischer, willst du verdienen groß Lohn, so wirf dein Netz ins Wasser und fisch mir den Königssohn.

Tag der Einheit

Es muss einfacher und sinnvoller gehen. Davon bin ich überzeugt. 2.500 Stellenbörsen und Text-Bewerbungen sind ein Umweg für menschliche und fachliche Passung. Heute am Tag der Deutschen Einheit werden wir daran erinnert, dass Mauern fallen. Die Mauer zwischen Ost und West ist schon schon genauso lange weg wie sie einst felsenfest stand. Die Verbindung zwischen Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann auch völlig neu geschaffen werden.

Streichen Sie ‚geht nicht‘ aus Ihrem Vokabular. Lachen Sie freundlich aber bestimmt, wenn andere den ‚geht nicht‘-Unsinn verbreiten. Die Mauer ist weg. #AllesGehtAnders Auch Personalgewinnung geht GANZ ANDERS. Frei nach Henry Fords Weisheit: „Ob du glaubst, du schaffst es, oder ob du glaubst, du schaffst es nicht. Du wirst in beiden Fällen Recht behalten.“

Das Gute ist, um Neues zu entdecken, muss man zunächst an Grenzen stoßen. Im Recruiting gibt es einige Regeln zu brechen und Grenzen zu sprengen. Auf geht’s! #RockYourIdea

51_an_grenzen_stossen

Mehr »

F-R-E-I-H-E-I-T. Energie aus Entscheidung. Wer wählt Mut? Rezension zu ‚NEIN‘

Gepostet am 29. September 2016 in Blog, Ideen, Meine Meinung

F-R-E-I-H-E-I-T. Energie aus Entscheidung. Wer wählt Mut? Rezension zu ‚NEIN‘

Montag kam NEIN. Das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz. Der nächste Bestseller der Business-Vordenker.

freiheit

Macht

F-R-E-I-H-E-I-T ist DAS zentrale Thema in N-E-I-N. Und Macht. Die F-R-E-I-H-E-I-T zu machen. „Dem Nein entspringt die Macht über das eigene Leben, die Chancen zur Gestaltungsfreiheit.“ (Seite 127)  BÄHM. Das ist für mich der Kernsatz. Macht, selbst zu gestalten. F-R-E-I-H-E-I-T, wählen zu können – ein Geschenk. DANKE!

F-R-E-I-H-E-I-T liefert Energie gewonnen aus Wollen, Entschiedenheit und Wahl. Entschiedenheit und F-R-E-I-H-E-I-T gehen Hand in Hand. Eine Entscheidung legt fest – und sie befreit zugleich. Frei zu sein, sich voll reinzuhängen und fokussiert etwas zu versuchen. F-R-E-I-H-E-I-T bedeutet ’neue‘ Arbeit. Gewollt. Selbst gewählt.

freiheit_hoch

Explosion

F-R-E-I-H-E-I-T trifft uns allerdings gesellschaftlich und systemisch völlig unvorbereitet. Alles scheint möglich zu sein, doch die Explosion an Wahlmöglichkeiten überfordert Menschen, „wenn die tausend Optionen zentnerschwer auf meinen Schultern lasten.“ (Seite 35) Wer nicht gelernt hat, entschieden NEIN zu sagen, kann mit Vielfalt nicht umgehen. Orientierung und Entschiedenheit sind zukünftig Schlüsselkompetenzen. Doch wo lernen wir sie?

F-R-E-I-H-E-I-T bedeutet auch, dass man nach einer Wahl zum eigenen Entschluss steht. Ohne Hintertürchen. „Entschiedenheit bedeutet, sich ganz einer Sache zu verschreiben und kein Hintertürchen offenzuhalten. Eine solche Haltung […] macht ungeheuer kreativ und produktiv.“ (Seite 77).

freiheit_rechts

Spuren

F-R-E-I-H-E-I-T eröffnet die Möglichkeit, produktiver zu werden und Neues zu versuchen. Keine Wahl ist optimal. Ideen sind nie perfekt. „Wir müssen uns von der alten Vorstellung verabschieden, dass wir optimal entscheiden könnten.“ (Seite 72) Entschiedenheit bringt Entwicklung. Wahl für Wahl. Schritt für Schritt. F-R-E-I-H-E-I-T entsteht beim Nutzen. „Freiheit hat man nicht einfach, sondern sie entsteht dadurch, dass man sie nutzt und etwas draus macht.“ (Seite 232) Neues entscheht durch Wählen. Versuchen. Erleben. Und mutig leben, denn nur Tote bleiben liegen.

F-R-E-I-H-E-I-T ist für mich DER Rote Faden durch alle Bücher von Anja Förster und Peter Kreuz. Mit einer bewusst entschiedenen Wahl machen wir alles, außer gewöhnlich. NEIN-Freiheit führt zu Macht, was ihr liebt. Freiheit aus Entschiedenheit hinterlässt Spuren statt Staub.

Not-to-do-Listen

Im Februar 2011 hörte ich Peter Kreuz im Kulturhaus Dussmann zum ersten Mal sagen: „Was wir entscheiden nicht zu tun, ist mindestens so wichtig wie das, was wir entscheiden zu tun.“ Not-to-do-Listen führen Förster und Kreuz seit fünf Jahren (Seite 132). „Wir haben einen Haufen Freiheit, aber keine Ahnung, was wir damit machen sollen.“ (Seite 35)

Wie wäre es mit mutigen Entscheidungen? 2012 spricht der amerikanische Investor Ben Horowitz auf dem Google Ventures Founder & CEO Summit über seine Gründe, in Startups zu investieren. Ben Horowitz legt großen Wert auf den Mut der Gründer, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Christian Georgi überzeugte Horowitz mit seiner Flucht 1989 durch die Donau, um der Diktatur in Rumänien zu entkommen und in F-R-E-I-H-E-I-T zu leben. Er traf eine Entscheidung und handelte unbequem. Das hatte er in einer lebensgefährlichen Situation bewiesen.

Mutwert

Ist Mut mit einem Test theoretisch zu prognostizieren? Eine von über 1.000 Fragen in meinem Buch „Rock Your Idea“. Lässt sich der Mut-Quotient eines Menschen errechnen? Kann der Mut eines Menschen vielleicht sogar im Vorfeld gemessen werden, bevor er gebraucht wird? Sieht ein Arzt den Mut im Blutbild? Könnte ich vor der Mutprobe den Schnelltest machen? Wenn der Mutwert messbar wäre, könnten die Folgen aus Mut professionell versichert werden. Geniale Geschäftsidee! Menschen könnten Dinge tun, für die der Mut-Test den passenden Mutwert nachweist! Sollte es schief gehen, zahlt die Versicherung den Schaden. Werden den Bewerbungen demnächst Mut-Zertifikate beigelegt? Ist der Mutwert massenkompatibel? Oder nur etwas für Außenseiter und Spinner? Wer ist der mutigste Mensch, den Sie kennen? Was zeichnet diese Person aus? Warum sind Sie nicht selbst so mutig? Ist Mut trainierbar? Planbar? Bisher springt keine Mutwert-Versicherung ein, wenn Schaden aus Mut entsteht. Man zahlt selbst. Die Belohnung des Mutes ist nicht in erster Linie, dass es besser oder schlechter wird. Besser oder schlechter ist relativ und unterliegt immer der eigenen Interpretation. Arm in F-R-E-I-H-E-I-T oder reich in Gefangenschaft. Was ist besser? Es geht immer um Ihren Kopf, Ihr Denken, Ihre Wünsche und Ihre Motivation.

Schatz

Je weiter Sie sich außerhalb der Norm bewegen, umso größer der Mut, den Sie brauchen. Was Sie machen, kann dabei völlig normal sein. Hätten Sie den ersten Stuhl der Menschheit gebaut, wären Sie belächelt und verhöhnt worden: „Wozu ein Stuhl, wenn man auf dem Boden sitzen kann?“ Mutige Menschen werden oft jahrelang belächelt oder sogar bekämpft. Auf Lob und Anerkennung sollte man als mutiger Mensch nicht bauen. Mut wird belohnt durch den Mut an sich. War man mutig und es lief gut, dann wird man sich erneut trauen, mutig zu sein. Traut man sich häufiger, etwas zu tun, das neu und anders ist, wächst der Schatz an Erfahrungen, und man wird mutiger. Mut wächst und lässt sich trainieren. Die Ideenfitness wächst mit dem Mut. Mut füllt die Lücke, wenn Erfahrung noch fehlt. Mut ist die Brücke vom Alten ins Neue. Wir brauchen Mut, um Neues zu tun. Wir kennen den Aufwand und den Ausgang nicht, da uns die Erfahrung fehlt. Wird es gut? Lohnt es sich? Wird es schlecht und endet im Fiasko? Keiner weiß es vorher. Ideen-Macher sind mutig. Ideen schaffen das Bestehende ab. Ideen sind subversiv und clever. Mut denkt weiter. Mut ist Willenskraft. Gibt es Neues, ohne das Bekannte zu verlassen? Nein. Das Neue ist immer das Unbekannte. Und Risiko ist Risiko und bleibt Risiko. Ohne Abkürzung. Ohne Hintertürchen.

46_ins_dunkle

160.999

Auslöser für mein Engagement, aus dem Ideenfitness, „Mythos Fachkräftemangel“ und „Rock Your Idea“ erwuchs, war eine außergewöhnliche Familie, die Mitte der 80er Jahre ihr Privathaus für junge, fragende Menschen öffnete. Ihr Wohnzimmer wurde Jahre lang ein zweites Zuhause für Tausende Jugendliche. Sie schenkten uns das Wertvollste: Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Dieses Ehepaar sprengte die Grenzen der Hausmauern. In Berlin stehen 161.000 Einfamilienhäuser. Alle Nachbarn hatten dieselbe Möglichkeit, ihr Haus zu öffnen. Was hielt 160.999 Berliner davon ab, in ihr Wohnzimmer einzuladen? Wer mehr besitzt – Talent, Kontakte, ein Haus und anderen Werte – hat die Möglichkeit, mehr Nutzen zu stiften. Und genau das bedarf innere F-R-E-I-H-E-I-T, zu teilen.

F-R-E-I-H-E-I-T

Ein Jahrzeht erlebte ich diese innere F-R-E-I-H-E-I-T, ihren Besitz und ihre Zeit in rauen Mengen zu verschenken. Es ist außergewöhnlich, wenn Menschen frei sind, mehr zu geben als vorgeschrieben ist. Der Botswana Innovation Hub tweeetet: „Auf der extra Meile gibt es keinen Verkehrsstau.” Im Römischen Reich konnten Soldaten per Gesetz jeden Menschen auffordern, ihr Gepäck eine Meile für sie zu tragen. Die biblische Aufforderung, statt einer Meile zwei Meilen zu gehen, fordert dazu auf, mehr zu geben als gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Soldaten waren überrascht. Es war ein Zeichen von F-R-E-I-H-E-I-T in einem besetzten Land. Auch heute gibt es viele Möglichkeiten, zwei Meilen zu gehen und mehr zu geben. Mehr Willkommenskultur. Mehr Achtsamkeit. Mehr Vielfalt. Mehr Risiko. Mehr Überraschung. Mehr Austausch. Mehr Beziehung. Mehr Demut und Dankbarkeit. Mehr Fragen statt Besserwisserei und mehr Erneuerer statt Experten.

MartinGaedt44

Mehr »

Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Gepostet am 21. September 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen

Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Ideen sind bunt

und unbekannt.

Im  D u n k e l n.

Frisch entdeckt

ist neu gemixt.

Anders. Fremd.

Immer jenseits.

Auf der anderen

Seite der Grenze.

Um Grenzen zu

brechen, muss

ich erst mal an

Grenzen stoßen!

Kreativ = Grenzen

brechen M U T I G

Neues entdecken

Neue Wege gehen,

wo noch niemand

zuvor gewesen ist.

Grenze

Grenzen sind frustrierende Orte. Da geht es nicht weiter.

Mehr »