Ideenfitness-Training vs. „Wir machen mal ein Brainstorming“-Dilettantismus

Gepostet am 6. Oktober 2017 in 44Fragen, Blog, Ideen, Mehrwert

Ideenfitness-Training vs. „Wir machen mal ein Brainstorming“-Dilettantismus

Wir sind aufgrund der NICHT zahlenden Patienten erfolgreich.“ UMDREHEN. 70 Prozent der Patienten werden kostenlos operiert. 39 Millionen Menschen weltweit sind blind. Grauer Star ist die Ursache für die Hälfte aller Blindheitsfälle. Eine zehnminütige Operation kann den Grauen Star heilen, doch viele Menschen haben dafür kein Geld. Dr. Govindappa Venkataswamy beobachtete fasziniert die standardisierten Prozesse in Fast Food Restaurants. ÜBERTRAGEN. Was wäre, wenn die Operation vom Grauen Star so standardisiert, schnell und gut wäre? Er gründete Kliniken, die auf eine einzige Operation spezialisiert sind. Während ein indischer Augenarzt im Schnitt 400 Fälle von Grauem Star im Jahr behandelt, bringen es seine Spezialisten auf 2600 Operationen. Die Qualität der Eingriffe gilt als erstklassig. Die Qualität kommt von der Übung seiner Ärzte. Um wie am Fast Food Fließband zu operieren, zahlt die Mehrzahl der Patienten nichts. Reiche Patienten kommen wegen der hohen Qualität. Diese 30 Prozent der Kunden zahlen auch für 70 Prozent arme Patienten. Die Standardisierung der Abläufe sind vom Burger-Restaurant ÜBERTRAGEN. Mehr OPs bringen mehr Knowhow, Erfahrung und Qualität. STEIGERN. Keine Exklusivität für reiche Patienten. STREICHEN. Das ist Ideen-Handwerk.

Ideen kommen nie aus dem Nichts. Wenn uns Geistesblitze überraschen, gehen ihnen Erlebnisse, Freude, Lachen, Ärger, Trauer, Verlust, Gewinn, Fragen und Einsichten voraus. Neue Ideen sind wie Cocktails – aus unterschiedlichen Zutaten neu gemixt. Es liegt an den Zutaten und am Mixen, ob der Cocktail schmeckt. Natürlich gibt es Künstler, denen eine Melodie im Traum einfällt, oder ein Hit fließt komplett in einem Stück aus der Hand ins Klavier. Die träumende Maria Mena schreibt Songs seit sie neun Jahre alt ist und Klavierlehrer Howard Jones hat in diversen Bands gespielt, bevor er im Wembley-Stadion auftrat. Das Neue zu mixen, ist keine Zauberei, sondern solides Handwerk, regelmäßiges Training und harte Arbeit – in jeder Branche. Eine Teilnehmerin im Rock-Your-Recruiting-Ideen-Training schrieb mir: „Ideen generieren, ist harte Arbeit, die nimmt mir keiner ab, da hatte ich falsche Erwartungen.“

Diese falschen Erwartungen werden im Business-Alltag geprägt. Im Meeting von 10 bis 11 Uhr machen wir schnell mal ein Brainstorming. Erwartet werden unfassbar geile Ideen. „Seid kreativ, jetzt.“ Ohne Aufwärmen. Ohne Training. Und ohne Zutaten. Einfach so aus dem Nichts. Kreativität auf Knopfdruck. Das ist so, als würden Sie sagen: „Rennen Sie Marathon. Jetzt!“ oder „Operieren Sie die Hüfte. Jetzt!“ Beim Arzt erwartet man eine jahrelange Ausbildung und Berufserfahrung. Zum Marathon oder Ironman meldet sich niemand nach einem Mal Joggen an. Aber kreativ sein, das geht nebenbei. Das kann doch jeder. Wirklich? Ohne Übung und ohne Erfahrung? Einfach so Berge grandioser Ideen und Ideen wie Sand am Meer? Welche Mannschaft geht ohne Training und ohne Aufwärmen aufs Spielfeld und erwartet einen haushohen Sieg?

Im Sport würde man Sie für diese Ansicht zu Recht auslachen. Ideen werden genauso wenig aus dem Ärmel geschüttelt wie weltmeisterliche Tore. Wie viele Trainings brauchte Mario Götze, um das Tor zur Weltmeisterschaft 2014 zu schießen? Mit der Brust angenommen und mit Links rechts am Torwart vorbei. Doch beim Brainstorming bringen alle ad hoc Höchstleistung und Ideen werden nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt. Das ist entweder Dilettantismus oder Hochmut. Ideenfitness braucht auch Training. Und mit jeder Trainingseinheit werden Sie besser und professioneller.

Genauso verherend wie „Sei kreativ. Jetzt“ ist der Satz „Ideen hat man, oder hat man nicht“. Ist das etwa Schicksal? Liegt es an den Genen? Hat man Glück oder Pech? Das ist eine faule Ausrede. Jeder Mensch kann kreativ sein und Kreativität lernen. Ideenfitte haben mehr trainiert. Natürlich gibt es Unterschiede, ob man im Team der Weltmeister, in der Champions League, 1. Liga, 2. Liga oder 3. Liga spielt. Auch Hobby-Sportler trainieren mehrfach die Woche. Ob Ideenfitness ein Hobby bleibt oder zum Tor im Finale der Weltmeisterschaft führt, das ist offen. Aber trainieren kann jeder. Geniale Kreativität gibt es weder ungeübt noch instant. Eine Instant-Lösung wie Pulver, Ein-Klick oder eine Formel wäre so praktisch. Kreativitätstechniken helfen, aber bieten keine Garantie für gute Ideen. Methoden sind Trainingsgeräte für die Ideenfitness. Wie Krücken – eine wertvolle Hilfe. Um die Krücken wieder loszuwerden, macht man mehreren Wochen eine Reha. Training von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr. Machen Sie 8 Stunden täglich kreatives Training, dann garantiere ich Ihnen Ideenfitness. Kreativitätsmethoden wirken nicht instant. Aber mit regelmäßiger Übung.

Wichtiger als die einzelnen Methoden sind die Grundprinzipien. Das Handwerk. Die achtzehn Werkzeuge der Innovation: Steigern, umdrehen, brechen, verkleinern, ersetzen, reduzieren, streichen, infrage stellen, vertiefen, vergrößern, entdecken, Regel ändern, kombinieren, Nutzen erhöhen, übertragen, provozieren, Fehler machen, träumen. Im Werbefilm ‚Heimkommen‘ zeigt EDEKA die Einsamkeit älterer Menschen zu Weihnachten. 100 Sekunden, die PROVOZIEREN und ein Tabu BRECHEN. 40 Millionen Zuschauer in 10 Tagen und weltweit Berichte über den neuen Mut in der deutschen Werbung. EDEKA hatte den Mut, das Scheitern in Kauf zu nehmen. Risiko ist Risiko und bleibt Risiko. Es gibt keine Abkürzung. Niemals. Neues = Risiko, dass es nicht klappt. Herbert Grönemeyer produzierte vier erfolglose Alben. Seine Plattenfirma kündigte den Vertrag. Doch Grönemeyer ging weiter ins Risiko. Im 5. Anlauf brachte ihm ‚Bochum‘ den Durchbruch und sein sechsten Album ‚Ö‘ war 22 Jahre lang das erfolgreichste deutsche Album. TRÄUMEN und MACHEN.

Kreativität führt an Orte, an denen vorher niemand war. Unbekannte, unentdeckte Orte. Was nicht überrascht, ist nicht neu. Der Blick über den Tellerrand reicht nicht. Zerstören Sie Tellerränder.

Künstliche Intelligenz wird die Wirtschaft so grundlegend verändern wie vor 100 Jahren die Elektrizität. Menschliche Entscheidungen werden durch KI unterstützt. Vernetzte Autos können zu über 90 Prozent ausgelastet sein und stehen nicht wie jetzt 95 Prozent der Zeit ungenutzt herum. So würden 80 Prozent der Straßen und Parkplätze frei für eine neue Gestaltung mit Gärten und Orten für Gemeinschaft. Die höchste Lebensqualität haben Städte, in denen Fahrradfahrer mehr Platz als Autos bekommen. In Australien werden Einfamilienhaus vom Roboter HadrianX in 48 Stunden gebaut. In Dubai und China werden Häuser und Bürogebäude vom 3D-Drucker gedruckt. In den Niederlanden wird eine Fußgängerbrücke aus Metall gedruckt und eine Fahrradbrücke aus Beton im 3D-Druck gebaut. Schutzwesten der Polizei und Gewebe für medizinische Implantate werden aus Seidenfasern von Spinnen gewebt, sie sind drei bis fünfmal so zäh wie Kunstfasern und bieten einzigartige Stabilität und Dehnbarkeit. Ein anderes neues Material ist zehnmal stärker als Stahl und könnte Stahl ersetzen. Die Investmentfirma DAO, die nur als Code existiert, hat 140 Millionen US-Dollar gesammelt hat. Blockchain schafft ein neues Internet, dezentraler, sicherer und mit smarten Verträgen. Massive Veränderungen. Überall. Schreien Sie schon vor Glück?

Alles geht anders. Was mixen Sie anders? Leckere Cocktails im Forrest Point in Brooklyn entstehen beim Mixen und Testen vieler Rezepte. Kreativ sein, ist neu KOMBINIEREN, bis es schmeckt. Salz + Streuer war eine neue Kombination. 1893 erhielt Henry Thacker ein Patent für die Streufähigkeit und Portionierbarkeit von Salz. Vorher stand ein Salzfaß auf dem Tisch oder eine geschmückte Schale in Form eines Schiffs. Auch Eis am Stiel war mal neu. 1905 ließ ein Junge in Kalifornien nachts sein Brausewasser draußen stehen mit einem Rührstab darin. Der Nachtfrost schuf das erste Eis am Stiel. Doch erst 1923 wurde der Rahmeislutscher patentiert. Ideen brauchen Zeit zum Garen und Reifen. Keine Idee kommt perfekt aus dem Kopf. Was sich durchsetzt, wurden 100 Mal geschliffen und verändert. Immer wieder vergrößert, verkleinert, gebrochen und mit neuen Zutaten gemixt. Netflix feiert 2017 bereits 20. Geburtstag. Das Neue ist immer älter als wir denken, weil wir die Geburt und Kindheit nicht sehen. Bei Babys weiß niemand, welche Talente der neue Mensch hat. Erst mal füttern, wärmen und liebhaben. Neues braucht Zeit zur Entfaltung. Die meisten Ideen sind Sprungbretter zur nächsten Idee. Oft ist erst die 53. oder 335. Idee ein Brillant.

VERKLEINERN. Die Langspielplatte wurde zur CD. Heute passen Milliarden Songs ins Smartphone. Vor 10 Jahren war diese Idee eine Weltneuheit. Heute normal. Die Carbon-Keramik-Bremsbeläge ERSETZEN Bremsen und REDUZIEREN das Gewicht in Autos und Flugzeugen um 70 Prozent. Eine Firma, die Sprengungen im Gebirge und in Minen vornimmt, bot Kunden die passende Chemikalie zur Sprengung an. Weil diese Menge nachvollziehbar war, konnten Preise nie wesentlich gesteigert werden. ERSETZEN. Statt einer kleinen Menge Chemikalien bepreist die Firma nun die große Masse gesprengten Gesteins. STEIGERN. Preise können vom Kunden nicht mehr einfach nachvollzogen werden. Die Sprengfirma hat die Preise und den Umsatz gesteigert, ohne Kunden zu vergraulen.

Gutenberg KOMBINIERTE die bekannte Geldpresse mit der ebenfalls bekannten Weinpresse zum  revolutionär neuen Buchdruck. BRECHEN. Er brach mit der Schreibkraft als Engpass zur Verbreitung von Büchern. Die sehr erfolgreiche Firma CEWE holte Filme in Drogerien ab und druckte Fotos aus. Ein Bombengeschäft. Doch CEWE blieb nicht stehen. INFRAGE STELLEN. Mitten im Erfolg wurde alles Analoge infrage gestellt und das digitale Fotobuch geschaffen. Neues beginnt mit Besser-Fragern statt Besserwissern.An roten Ampeln und im Stau 44 FRAGEN zu stellen, ist Ideenfitness-Training.

In Deutschland sind mehr als 10 Millionen Menschen Mitglied in einem der 8.700 Fitnessclubs. Was wäre, wenn es auch Ideenfitness-Clubs gäbe? ÜBERTRAGEN. Ideenmeisterinnen und Ideenmeister trainieren das Spinnen. Für das tägliches Training an jedem Ort, wo Menschen wohnen, gründen wir 11.000 Ideenfitness Center in 11.000 Städten Deutschlands. Ideen werden provoziert, Antennen ausgefahren, Chancen erkannt, dem Zufall wird mit Ideen-Handwerk auf die Sprünge geholfen, Ideen werden wie Sand am Meer gemixt, ausprobiert, getestet, Prototypen gebaut, die Wirkung erlebt, gehobelt, geschliffen und gefeilt. Bis ein Ideen-Diamant in der Region umgesetzt wird. Acceleratoren für Startups gibt es nur in Großstädten. Doch die Mehrzahl der Menschen lebt in Deutschland dezentral und ländlich. Von 4.500 Gemeinden sind 30% Städte und 70% ländliche Gemeinden. Deshalb erwecken Ideenfitness Center Wirtshäuser und Städte mit neuem Leben. Mit Gemeinschaft. Mit eigenen Ideen. Mit Gestaltung. Mit Spinnen und Machen, Träumen und Tun.

Sind Ihre Vorratskammern mit ZUTATEN gefüllt? ZUTATEN sind wie beim Kochen und Backen die Basis. Was nicht vorhanden ist, kann nicht gemixt werden mit BRECHEN. STEIGERN. STREICHEN. UMDREHENINFRAGE STELLEN. Wer sagt, dass Azubis jung sein müssen? 15jährige werden in Europa weniger. Na und? Die ING DiBa bildet seit 2006 Azubis aus, die 50 Jahre alt sind. 50jährige werden immer mehr. Wo ist das Problem? GEWOHNHEIT BRECHEN. Wer legt fest, dass 40 Stunden Vollzeit optimale Arbeitsleitung bringt? Eine Softwarefirma in der Nähe von Mainz hat 40 Mitarbeiter/innen und 40 Arbeitszeitmodelle. Tandemploy mischt mit Jobsharing-Tandems und der Software flex:works die Arbeitswelt auf. Zwei Menschen, die zusammen in Vollzeit arbeiten, bieten doppeltes Knowhow, doppelte Erfahrung, mehr Stärken und sogar eine erhöhte Flexibilität, sich gegenseitig zu vertreten. GEWOHNHEIT BRECHEN. Steigern, umdrehen, brechen, verkleinern, ersetzen, reduzieren, streichen, infrage stellen, vertiefen, vergrößern, entdecken, Regel ändern, kombinieren, Nutzen erhöhen, übertragen, provozieren, Fehler machen, träumen. An die Arbeit.

Rock Your Idea. Buch. Hörbuch. E-Book. Prämiert mit dem Alternativen Wirtschaftsbuchpreis 2016.

Rock Your Recruiting. Ein Training für eigene, passende Ideen in der Personalgewinnung.

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Warum bekommen die meisten GUTEN Bewerber Absagen? Warum kooperieren nicht längst ALLE Betriebe? Wäre einfach & clever!

Gepostet am 15. Juni 2017 in 44Fragen, Blog, Mehrwert, Rock Your Recruiting

Warum bekommen die meisten GUTEN Bewerber Absagen? Warum kooperieren nicht längst ALLE Betriebe? Wäre einfach & clever!

Jedes Unternehmen ist hinter stabilen Mauern versteckt, damit Wind und Wetter draußen bleiben. Diese Fassaden, Mauern, Büro- und Fabrikgebäude haben ungewollt auch eine andere Wirkung: Sie machen Unternehmen unsichtbar mit allem, was sie Tolles leisten. […] Der Mensch ist ein Sinneswesen. Was er nicht wahrnimmt, bleibt versteckt und unsichtbar. Schlimmer noch: Das gibt es für ihn nicht.„, schreibe ich in Mythos Fachkräftemangel.

Unternehmen müssen sichtbar werden. Erlebbar. Relevant. Es gibt in Europa 23 Millionen Unternehmen. Warum sollte ein Mensch bei Ihnen arbeiten? Was zeichnet Sie aus? Wie finden Fachkräfte Ihr Unternehmen? Ein Volltreffer unter 2.500 Stellenbörsen mit Millionen Jobs in 3,6 Millionen deutschen Firmen, wirkt auf mich wie ein Hauptgewinn beim ‚Lotto 6 aus 49‘ mit knapp 14 Millionen Kombinationsmöglichkeiten.

Sinnlose Filter

Was suchen Sie wirklich? Welchen Nutzen hat es für Ihr Unternehmen, dass alle Kandidaten durch dieselben drei Filter gequetscht werden?

  1. Recherche in 2.500 Stellenbörsen mit der Lotto-Treffer-Quote
  2. Verfassen von Kurztexten und Diamant-Erkennung per Text
  3. live-Präsentation und Selbstdarstellung ohne Praxisbezug

Die meisten Kandidaten sind in den Disziplinen Recherchieren, Schreiben und Reden wesentlich ungeübter als in der Kernkompetenz, für die Sie Mitarbeiter eigentlich suchen. Warum werden alle Bewerber durch diese Filter gepresst? Umweg und Sackgasse! Sie werfen mehr Diamanten weg als Sie erkennen.

Professionell vernetzt?

Meine wichtigste Frage aus 44 Fragen ans Recruiting und zum Fachkräftemangel lautet: Warum bekommen die meisten guten Bewerber Absagen? Ein Handwerker in der Pfalz freute sich 2016 über 90 Bewerbungen von Elektrikern auf eine Stelle. Warum hören wir immer nur vom Mangel? Zwanzig Kandidaten waren so gut, dass er gerne alle Zwanzig eingestellt hätte. Aber er konnte nur eine Stelle finanzieren. Er sagte 19 Top-Elektrikern ab. 19 andere Handwerksbetriebe hätte er mit Top-Kandidaten versorgen können, wenn sie in der Fachkräftesicherung vernetzt gewesen wären. Welche Unternehmen so professionell vernetzt, dass sie datenschutzrechtlich korrekt 19 Bewerber empfehlen können?

Ab in den Müll

Jede Fachkraft, die eine Region verlässt, führt zu weniger Steuern, sinkender Wirtschaftskraft, weniger Investitionen und schlechterer Infrastruktur. Es wird gejammert! Warum nicht vernetzt?

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Geld-System-Experiment sucht experimentierfreudige Investoren

Gepostet am 18. November 2016 in Blog, Ideen, Mehrwert

Geld-System-Experiment sucht experimentierfreudige Investoren

In meinem Buch ROCK YOUR IDEA stelle ich über 1.000 Fragen. Fragen sind das wirksamste Mittel, um Ideenfitness zu trainieren und den Ideenfluss anzukurbeln. Eine der Fragen lautet: Was wäre, wenn jeder Mensch seine Träume und Ideen umsetzen könnte? Meinen Insider-Artikel dazu las und kommentierte Eva-Catrin Reinhardt. Wir telefonierten und trafen uns.

Kaum war eine halbe Stunde unseres Meetings vergangen hatten wir eine neue Idee geboren„, beschreibt Eva unser erstes Treffen vor 7 Tagen. Wir sind beide seit vielen Jahren unternehmerisch tätig. Ich startete 1996 kreative Wettbewerbe, 1998 Sprungbrett, 1999 Knack die Nuss, 2007 Younect, 2012 regionale Talentpools, 2015 cleverheads u.v.a. Beide haben wir einen großen Teil unserer kreativen Energie und wertvollen Zeit in die Suche und Gewinnung von Investoren investiert.

Radikal vereinfacht

Allgemein fließt sehr viel Zeit von Menschen mit guten Ideen und der Fähigkeit zur Umsetzung in Investorensuchen, hunderte Pitches und Vertragsverhandlungen. Gelingt ein privates Investment, eine VC-Finanzierung oder eine staatliche Förderung fließt viel Zeit ins Reporting, Kopieren von Unterlagen und Präsentieren von Meilensteinen.

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Diese Erfahrung brachte uns auf folgende regelbrechenden Fragen:

 Was wäre, wenn Ideen schneller getestet und umgesetzt werden?

 Was wäre, wenn mehr Menschen mehr Innovationen starten?

 Was wäre, wenn der Zugang zu Geld radikal vereinfacht wird?

 Was wäre, wenn Menschen einfach zum Konto gehen, Geld abheben und loslegen könnten?

Unsere These

Wenn der Zugang zu Geld radikal einfacher wäre, werden mehr Ideen getestet und umgesetzt. All die viele Zeit und kreative Energie würde nicht mehr in Geldsuche, sondern in die Realisierung von Ideen und Weiterentwicklung fließen. Ein radikal einfacher Zugang zu Geld für Ideen-Macherinnen und Macher bringt mehr wirtschaftlichen Fortschritt und die unternehmerische und kreative Lösung von Herausforderungen – lokal und weltweit. Den meisten Menschen mit Ideen fehlen Gleichgesinnte und Zugang zu Geld-Kapital.

Unser Experiment

10 innovative Investoren geben jeweils 1 Million Euro für unser Geldsystemexperiment. Das Kapital wird individuell über Kreise von bereits vertrauten Menschen zugänglich gemacht. An dem Experiment beteiligen wir 10 Teams mit je 10-20 Teilnehmern. Teams können bestehende GründerInnen-Netzwerke sein genauso wie Stipendiaten der Civil-Academy. Beyond control remains trust.

Wer einen Zugang zum Konto erhält, stimmt einem Vertrauens-Codex zu, nach welchen Regeln Geld abgehoben werden kann und zu welchen Konditionen es zurückgezahlt. Alle Unternehmen, die an unserem Experiment teilnehmen zahlen das erhaltene Kapital mit niedrigen Zinsen zurück. Über die Vielzahl der Teilnehmer entsteht ein Risikoausgleich. Dazu zahlt jeder 3% – 25% (abhängig vom eingeschätzten Risiko) der jährlichen Gewinne auf das Konto, damit das Kapital für weitere Ideen wächst und weiteren UnternehmerInnen zur Verfügung steht.

Vertrauensgeld

Jeder Teilnehmer legt das Budget selber fest, das er für sein Business benötigt. Das Ganze ist so etwas wie eine gemeinsame einfach zugängliche Kreditlinie für alle Beteiligten. Aber es gibt keine Prüfung, keine Schufa, keine Crefo. Die Wirkungen dieses unkomplizierten Zugangs zu der Ressource Geld wird wissenschaftlich begleitet und der wirtschaftliche Erfolg des Experimentes neutral gemessen und bewertet.

Machen Sie mit beim Experiment Vertrauensgeld?

„Die Problemlösungen in unserer Welt müssen unternehmerisch angegangen werden. Es wird und muss ein Wandel von Abhängigkeit zur Selbstbestimmung stattfinden.“ Eva-Catrin Reinhardt

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Advent, Advent, Inspiration brennt. Klug, klüger, Adventskalender

Gepostet am 9. November 2016 in Blog, Ideen, Mehrwert

Advent, Advent, Inspiration brennt. Klug, klüger, Adventskalender

Advent, Advent, was Neues bringt. Kerstin Hack gesteht: „Ich liebe Adventskalender. Es ist einfach so schön, jeden Tag etwas geschenkt zu bekommen.“ Also hat sie sich 24 Geschenke für andere überlegt – mit Zugabe: 25 Impulshefte über Weltveränderer zum Advent mit Menschen, die die Welt gerechter, sozialer, besser, schöner, kreativer, bunter gemacht haben.

Es geht um Musik für Frieden, Kampf aus Überzeugung, Leben in Freude. Jeder Mensch trägt zu Krieg oder Frieden, Schönheit, Vertrauen oder Missgunst und Neid bei. Der „klügste Adventskalender“ zeigt in praktisch-quadratischen Mini-Taschenheften die Fülle an inspirierendem Leben.

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Nelson Mandela. Sophie Scholl. Franz von Assisi. Astrid Lindgren. Pablo Picasso. Coco Chanel. Albert Schweitzer. Marie Curie. Dietrich Bonhoeffer. Yehudi Menuhin. Menschen zur Anregung, selbst bunter und engagierter zu leben.

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10.000 Mitarbeiter OHNE Management. Zufriedene MitarbeiterInnen. Sinkende Kosten. Früher war alles besser! WANN? Experten sind nie Erneuerer

Gepostet am 11. September 2016 in 44Fragen, Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Mehrwert, Meine Meinung

10.000 Mitarbeiter OHNE Management. Zufriedene MitarbeiterInnen. Sinkende Kosten. Früher war alles besser! WANN? Experten sind nie Erneuerer

Neu = nicht wissen

Experte = wissen

Neu = unsicher

Experte = sicher

Neu = absurd

Experte = klar

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Stillstand durch Kompetenz

„Unternehmen werden weniger innovativ, wenn sie kompetenter werden“, sagt Knut Haanaes, Senior Partner bei The Boston Consulting Group. Unfassbar! Warum verlieren Unternehmen ihre Innovationskraft mit wachsender Kompetenz? Warum werden kompetente Experten weniger innovativ? Wachsendes Wissen sollte zu einer Innovationsflut führen! Ist Wissen keine Basis, um immer mehr zu ergründen und zu hinterfragen? Warum bleiben erfolgreiche Experten stehen? Eine bahnbrechende Erkenntnis, eine neue Entdeckung macht einen Menschen zum Experten. Nach Jahren der Forschung und harten Arbeit ist diese Person gefragt. Die Expertise zahlt sich endlich aus, es gibt Honorare, Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden. In der Folge sind alle Vorträge zu DEM Thema der Expertise. Wer einen Experten einlädt, will keine Überraschung erleben.

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Können Sie gekonnt naiv fragen? Fragen, die noch keiner gestellt hat? Wie viele Fragen? Pro Tag? An jeder roten Ampel?

Gepostet am 9. August 2016 in 44Fragen, Blog, Ideen, Mehrwert

Können Sie gekonnt naiv fragen? Fragen, die noch keiner gestellt hat? Wie viele Fragen? Pro Tag? An jeder roten Ampel?

Stellen Sie Fragen die keiner stellt.

Sie bekommen Antworten & Ideen.

Neue Ideen, die bisher keiner hatte.

Wie viele Fragen stellen Sie pro Tag?

13_Qualität

Wir sind eine Gesellschaft der Besserwisser. Wir wissen auf alles eine Antwort. Aber was ist mit den 1001 anderen möglichen Antworten? Wo lernen wir, Fragen zu stellen? Wir stellen das Bestehende zu wenig in Frage. Maximal wird gemeckert und gejammert. Was bringt das? Wer übt hingegen täglich, unsinnige, absurde und konstruktive Fragen zu stellen? Wanted Profis für absurde Fragen. Warum absurd? Weil nur das Absurde über Grenzen führt. Jenseits der Grenzen liegt das Neue.

34_was_nicht_ging_GEMACHT

Ich liebe Fragen. In Rock Your Idea stelle ich über 1000 Fragen. Das ist kein Selbstzweck. Sondern ich zeige damit: ALLES GEHT ANDERS. 

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